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Achter Band. O bis Q.
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Preis Presburg

selten beleidigt, und im nördlichen Deutschland wird kaum irgendwo ein Vertraggehalten, aus dem unbefangene und willige Zuhörer nicht Erbauliches schöpfenkonnten. Daß die kalh. GelstAhen in Deutschland mit den Protestant. Predigernin der Amtsberedtsamkeit wetteifern, haben sie durch rühmliche Proben dargethan;nur versagt ihnen die Natur des kachol. Gottesdienstes, welcher die Messe über diePredigt stellt, die Antriebe und Aufmunterungen, welche den Predigern der Prote-stanten, deren Gottesdienst sich vorzüglich auf die Predigt bezieht, zu statten kom-me». Mit Recht hatte sich daher die zur Verbesserung der liturgische» Formen1811 in Berlin niedergesetzte Commission gegen den Vorwurf verwahrt, als wollesie der Predigt nicht mehr den,Ranz der a^aupthandlung im Gottesdienste einräu-men. Viel wichtiger als eine Änderung des KirchendiensteS ist den protestant. Kir-chen die Wachsamkeit der Regierungen über die Würde des Predigtamts, Wirddieses allenthalben mit Männern von gebildetem Geiste und heiligem Sinne ver-sorgt, und seine'Wirksamkeit durch keine unsittliche Beispiele, Bedrückungen undS/cularisationen von leiten der Regierungen mehr gehindert! hört mau auf, die-ses Amt mit der Praxis der Polizei zu vermengen und für zweideutige staatszweckemißbrauchen zu wollen; läßt man es ganz in der Sphäre der Religion, deren seg-nender Einfluß von ihm ausgehen soll, so wird es sich schon selbst das Ansehen unddie Macht über die Gemüther zu verschaffen wissen, die ihm gebührt. I..

Preis, der Werth, welchen eine Sache in Veraleichung mit andern imTausche bat. Nach Andern der Taufchwerth der Sache in Vergleich mit denüblichen Tausch-, Handels- und Circulationsmitteln; oder der Werth der Productsin Gelde bestimmt.

Preisler, der Name mehrer Künstler und Künstlerinnen (Anna Feli-citas P., Esther Maria P.). Vorzüglich bekannt sind 4 Brüder und derSohn des einen ders.: 4) Johann Justin, geb. zu Nürnberg den 4. Dec. 1698,gest. tast den 17. Febr. 1771, machte sich durch ein Altai -gemälde, die GrablegungChristi, bekannt, radirte auch mit Geschmack, gab ein Werk über SOtatuen (Nürnb.1732) heraus, und folgte s. Vater, dein Maler Ioh. Daniel, geb. 1667, gest.1737, welcher eine Anleit. u. d. T. Zeichenakadeiiue herausgab, als Akademiedireclori» Augsburg. S. Gattin, Susanna Maria, geb. Dorsch, geb. zu Nürnberg 1701, geji. 8. Apr. 1761, war Künstlerin im Steinschneiden. 2) Georg Mar-tin, geo. zu Nürnberg d. 6. Nov. 1700, gest. das. d. 29, Aug. 1751, widmete sichfrüh dem Zeichnen und Kupferstechen. In dem Werke über die dresdner Antikensind seine Blätter die besten; auch arbeitete er an dem florentinerMuseum. 3) Ioh.Martin, Zeichner undKupferst., geb. zu Nürnb. d. 14.März 1715, widmete sichmir Glück historischen Gegenständen. 1739 reiste er nach Paris , wo er sich Schmidtund Wille zu Freunden machte, und wurde 1741 zum königl. dänischen Hofkupfer-stecher und Pros. der Malerakademie zu Kopenhagen ernannt, wo er den 17. Nov.179g starb. Sein Kupferstich, Friedrich V. zu Pferde, nach der Bronzestatue von«Lailly, ist ein Meisterstück; auch hat er Geliert nach Grast, und Klopstock nach Iuelgestochen. Sem letztes Blatt war die berühmte Madonna della «edia nach Rasael.4) Valentin Daniel, Kupferst. in schwarzer Kunst, geb. d. 18. Apr. 1717 zuNürnb,, starb das. am 8. Apr. 1765. Er war zum Etudiren bestimmt, vertauschtedasselbe aber ziemlich spät mit der Kun'1, besuchte s. Bruder in Kopenhagen , undverfertigte nach s. Zurückkauft mehre Blätter in schwarzer Kunst. 5) JohannGeorg, Sokn und Schüler Ioh. Martins (Nr. 3), gS. 1757, vervollkommnetesich bei I. G. Wille zu Paris . Hier stach er das schöne Blatt Ikarus, »ach Vien,worauf er 1787 Mitglied der Malerakademie wurde. Jetzt ist er Professor bei derMalerakademie zu Kopenhagen .

Presburg (?»5onlun>. ungar. I'nsong', slaw. lAerGnrc-b), 34° 45^35" H. P., 48" 8' 30" 0!. Br., liegt 409 Fuß über der Me.resfläch-, in der pres-