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Prcsburger Friede
Presbyter
mehr als 400 Zöglingen; bei beiden sind auch Pensionsanstalten für Mädchen hö-her» Standes. In ausgezeichnetem Rufe steht das luch. Lyceum , mit 6 P^OnMren und ZOO Zuhörern in 3 Elasten, worunter auch Reform., (Kriechen undEs hat eine Bibliothek von 10,000 Bdn. (unter 6 ansehnlichen Biblion ' ' ieeinzige zugängliche in P.) und niehre wohlthl,ftge Convickanstalten. Diese Anstaltist um so wichtiger für die ungarischen Protestanten, als ihnen seit 1810 das Be-suche» auswärtiger Universitäten durch ein Provisorium von der Regierung verbo-ten, keineswegs aber durch die neue kheolog. Facultät zu Wien ein Ersatz dafür ge-boten worden ist. Auch haben die Lutherischen ihre besondern Elementar-, Bür-ger-und Grammatikalschulen. 1826 ward in P. in einem neu dazu errichtete»Gebäude die vorzüglich in der class. Literatur reiche grast. Anton Apoiw'sche Biblio-thek (bisher in Wien ) aufgestellt und dem Gebrauche geöffnet. Das Bibliothek-gebäude hat die Anschrift: „Istie-Iin in >iuiri:> uu^onsti;". Dem literarischen be-schränkten Verkehre genügen 4 Buchhandlungen, 4 Duchdruckereien, eine lak., einedeutsche Zeitung und eine Leihbibliothek. Die in P. 1822 vom Primas gehalteneungarische Nationalsynode hatte eine roinanistlsche Tendenz, wie man aus den be-kanntgewordenen Verhandlungen und dem Antrage auf Restitution der Jesuiten inUngarn gesehen hat, ist jedoch zur Zeit noch ohne Folgen geblieben. — Die „Be-schreib. von Presburg ", von Paul v. Ballus (Presb. 1823), ist sehr unvollkommen.
P r e S b u rg e r F r i e d e, vorn 26. Dec. 1805. Nach der Schlacht unddein Waffenstillstände von Austerlitz (s. d.) mußte Franz II. ,Kaiser von Deutsch-land und Ostreich : u) den im luneviller Frieden erworbene» Theil von Venedig(130 UM., 2,130,000 E.) a» das Königreich Italien abtreten; 6) im deutsche»S taateiibuiide den Kurs. von Baiern und Würtemberg die konigl. Würde undS ouverametät zugestehen, letztere auch dem Kurs. von Bade»; e) Tirol, Vorarl-berg und einige Landschaften, nebst Eichstädt und Passau, an Baiern , den größte»Theil des Breisgaues, nebst Konstanz , an Baden, die Donaustädte und einigesAndre von Schwäbisch-lOstreich an Wurlemberg übe,lassen; dafür wurde 0) dasbisherige Kurfürsiemh. Salzburg der östr. Monarchie einverleibt, der Kurfürst Erz-herz. Ferdinand aber durch das ihm von Baiern abgetretene Würzburg entschädigt.Der Erzherzog Ferdinand von Östreich-Este aber, welcher das Breisgau verlorund in Deutschland vollständig entschädigt werden sollte, erhielt weder damals nochspäter die ihm zugesicherte Schadloshaltung; dem Erzherzog Anton wurde die Hoch-Mtlsteiwürdc des deutschen Ordens erblich gegeben. Der unmittelbaren Reichs-ritte, schüft in Baiern , Würtemberg und Bade» ward im Frieden nicht gedacht; einMilitairbesehl Napoleons vorn 19. Dec. hatte sie bereits den Regenten dieser Län-der zugetheilt. — Unmittelbar nach der Unterzeichnung dieses Friedens erklärte Na-poleon ani 21. Dec.: „die Dynastie von Neapel habe aufgehört zu regieren", weilFerdinand N. den im Ldept. 1805 mit Frankreich abgeschlossenen NeutralirätS-verrrag gebrochen hatte. Dann gab Napoleon das preußische Ansbach an Baiern ,wcftw ihm Baiern das Herzoglh. Berg überließ. Dieses Berg gab er, nebst dempreuß. Kleve , seinem Schwager Murat (30. März 1806). Daraus ward den12. Juli zu Paris der Rheinbund geschlossen, und durch eine Erklärung Napoleons (I. Aug. 1806) das deutsche Reich für aufgelöst er klärt. — D.e franz. Truppe»räumte» die östr. Staaten, hielten aber die ostr. Festung Braunau so lange nochbesetzt, bis das von Ostreich an Frankreich abgetretene, von den Russen aber besetzteCatkaro geräumt wurde, was erst nach dem tilsiter Frieden geschah, woraus Napo-leon durch die Convention von Fontaiiiebleau, 10. Oct. 1801, Braunau zurück-gab; doch inußie Ostreich den Isonzo als die Grenze des Königr. Italien anerken-ne». Seit dem Frieden von Presburg gründete Navoleon sein Foderaiivsostem.(Vgl. Schöll's „Iliit. stes Ir.iilö- >lo jiaix olo.", 1. Bd., S>. 419 fg.)
Pr e ö by ter (griech.), der Ältere, Presbyter!, Altere, die Ältesten, hießen