Presbyterien 815
der Stadt, alle Staatsbeamte, der Adel und die vornehmsten Bürger eine Prote»stauen, welche dem anspacher Consistorinm übergeben und dem Könige vorgelegtwurde. Der anspacher Magistrat schloß sich in einer besondern Proiestatlvn anjene an. Ähnliche Protestationen wurden von Nürnberg , Aug, bürg, Rochenburg,Nördlmgen, Dmkelsbühl. Feuchtwang u. a. -O. übergeben. Bald nach dnsen Pro-tcstalionen erschien auch eine kleine Schrift: , Worte des l). Martin Luther überchristliche Freiheit, sittliche Zucht und Werkheiligkeit" (Nürnb. 1822), deren Ten-denz ebenfalls gegen die Presbyterien gerichtet rst. Durch eine spätere königl. Be-stimmung ward das ganze Presbyterialwesen, mit Ausnahme von den Kirchen-gemeinden , bei welchen es schon mit Zustimmung gebildet ist, bis zur allgemeinenSynode aufgehoben. Diese obere protest. Generallynode des Königr. Baiern warin 2 Abtheilungen in Anspach und Baireuth vom 21. Sept. bls 5. und 1. -Oct.1823 v»lsammelt. Sie machte nicht nur den Katechismus, die Kirchen- und Got-tesdienstordnung und die Agende, sondern auch die Unieistühungsa'nstaltkn fürdürftige (Geistliche, Pfarrwiiwen und Waisen zu Gegenständen ihrer Berathung.Die anspacher Synode vertagte die Einführung der Kirchenvoistände bis zur näch-sten Generolsynode; die baireukher Syüode beschloß, die Kirchen,vorstünde/ wo siebereits beständen, in ihrem Wirkungskreise zu lassen. S. „Üffenlliche Nach-richt vSii der ersten Versammlung der Generalsynoden der protest. Kirche in Baiern diesseits des Rheins/ 1828" (von Ich Niethammer, Salzb. 1821), ingl. „Die Ge-neralsynode des EonsistorialbezirkS ?(nspach, 1823, und eine allgemeine Darstellungihrer Verhandlungen", von O. Karl Fuchs, Consistorialraih und erilem Hospr.d.(Nürnb. 1823). Inzwischen trat noch vor Abhaltung dieser Synoden ch>r. Leh-muS. welcher gewissermaßen durch s. obenerwähnten Entwurf t er Preedyie ial-verfassung <n Baiern zu dem Presbyterialstrene Veranlassung gegeben hatte, miteiner neuen Schrift: „DerWiterspi uch, welchen die Einführung der Presbyterial-verfassung in mehren (hegenden des pioiest. Baierns gesunden hat, beleuchtet vonLekiiius' (Daruist. 1822), hervor. Über diesen Gigensiand gaben aucy Pöschel(„Noch ein Wort über die Einführung der Kirchenvorstänke', AugSb. u. Lpz.1825), Kaiser (-„Über die Pregdyieii,n üdeihürpt und ih>e Einführung in Baiern insbesondere", Erl. 1822), Paulus (im „Sophronizon", 1. u. 2. Bd. , 1824)ihre Stimmen ab. 0. L. F. Schmidt, der Siattpfarrer Seidel m fssuinbergu. A. suchten in Predigten, welcheA,ediuckt wurten, über diese Ang.legeichcti diechristl. (Gemeinden zu b.lehren. — ES dürfte wol Nicht zu überleh.n sein, daß betdem gegen d<e Emfuhiting der Presbyterien entstanlenen Äi ltei spreche neancheNdißverständniste obgewaltet zu haben scy.men, welche zun> Theil durch tieien genVorschläge, w-lche auf Einführung von Glaubens- und S ti.naerchlen u. dgl.hinausliefen, genährt wurden, Gegen solche be^bsichngie Glaubens- und S uen.zwaNgsmstiruke, welche selbst den aus der protest. Kirche n^ch Unheil und Rechtlängst verwiesenen Kirchenbann wieder einstehlen notlen, mußte sich uatütlich diegereinigt« christlich-protest.' Religionsai sichr erklär,». ()nd>ften schemt auch vonmanchen Ge^nenl der Pieebyieriolvnfasiui g das cs ute und Zeugen äße, welcheseine gehörige modistinne Presbyrei>al- und Synol alrerfaftimg bab,n kann, über-sehe» wordeii zu sein, worauf auch der gnsieict. Vf. der Sau ist: „klber las litur-gische Recht der dursten" (Gott . 11.24), hu'ziüeul,» icheiiu. Beiläufig Hai auchTzschirnrr in s. „Proiestannsniue und ä-oit r>,c,emii« rc.' und in f. „Guiaa ten,die Agenten beweg. :c.', für eine äcuche, ,epra enlaiion durch Pr.ebyieiien undSynoden sich erklärt, „sfn einem ve,iassui'>,si»aß«atn S>aaie'ft sagt Seid-1 („DieKirchenälteiren; eine Predig! rc.", 1822), „n ich iie K.iche >h,e Drrir.miig ha-ben. Die kalh. Kirche venritt der P«pst, w>nn die S iaaiscenali chr cas Ge-ringste anhaben wollie. Die evang. K i che hone bishei leim V Nietung. Ta sieeim freie Kirche ist, so kann sie kein Bischof, kein Lbeicoi.sistonum noch Consi-