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künftig zu erwöbl-nden. Bischöfe sollen vor der Confecration euien Eid leisten:„mit Sorgfalt über die ihnen anvertrauten Gemeinden zu wachen, der sifaklsn,dem besehe „,id d n, Kön-ge treu z» sein und die Verfassung, welche von der Na-tionalversammlung beschlossen und von dem Könige angenommen worden, au«allen Kraft n aufrecht zu erhalten." Dieser Eid ward der ^tein des Anstoßes fürViele. Die meisten alten Prälat-» und viele (Geistliche weigerten sich denselben zuleisten, welches für eine Resignation gelten sollte, und die Wahl neuer Bischöfeging vor sich. Die unvereidete Geistlichkeit bildete eins der stärksten Mittel derOpposition gegen das republikanische Frankreich ; sie fachte den Bürgerkrieg in derVendüe an; der vornehmere Theil »'anket te aus und schleuderte besonders vonEngland aus Bannßüche und verketzernde Schriften gegen Diejenigen, welche sichder neuen Ordnung gefügt hatten. Der Nationalconvent erwidei te diese Angriffemit den heftigsten Verfolgungen. In den Gefängnissen zu Paris wurden am 2.und 3. Sept. 1732 mehre Hunde'» den Eid weigernde Geistliche ermordet. DieRi'lMlutionStribünale suchten sse vom Boden der Republik zu vertilgen; Earrierlieh zu Nantes auf einmal 58 ertränken; ein M-ssh verurtheilte sie in Masse zurDeportation. Auch diejenige» Diener der Religion, welche sich der bürgerlichenVerfassung unterworfen hatten, bliebe» nicht unverfolgt; die Religion selbst wardem politischen Fanatismus verhaßt geworden. Der Frevel ging so weit, daß derconüitutionnelle Bischof von Paris , floh. Baptist Joseph Gobel, ein Mann von67 I., ei» zu Rom erzogener aelekrker Geistlicher-, seit 1772 Weihbischof des Bi-schofs von Basel , vor den Schranken derEonvenkion ersässe», sich als Betrügerbekannte, der das Volk bisher mit Lehren, an die er selbst nicht glaube, getäuschthabe, lind die Zeichen der bilchöfl. und Priesters. Würde von sich warf. (Bald dar-,auffiel sein Kopf unter der Mustotine.) Doch dauerte diese Raserei nicht lange; ei-,nige constitutionnelle Bischöfe errangen 173-1 von der Nationaleonvenkion den Au»-,spruch der Gewissenssi eiheit und traten mit ihren Amtobrndern in Verbindung idie Folge davon waren die Nationalconcilien 1797 u. 1801, deren Acten gedrucktsind, und deren Grundsätze, auf die iä>n-Nl»imn ,ü-ll,- gestützt, bei vielen aus-wärtigen Bischöfe», besonders teil italienische», großen Beifall gefunden habensollen. Hierdurch brachten sie es dabin, daß von den -10,000 Pfarrkirchen Frank-reichs schon 1796 32,214 wieder geöffnet waren, und fast alle von beeidigtenPfarrern (ftr.'-treiinwnn'--) verwaltet wurden. Die franz. Kirche war aufdem Wege zur nationalen Selbständigie r sehr weit vo-geschrilten, a's die Revolu-tion von 1719 und das Eoncordat von !801, worin Napoleon «-in Mittel erblickte,die Kirche zum Werkzeuge und zur Stütze seiner Oüewalk zu machen, die alten Ver-hältnisse mit dem römische» Stuhle wiederherstellte. Wie sehr sich Bonaparte auchhierin verrechnet hakte, ist in der Folge sichtbar geworden. 37.
Preuße n. Es gibt außer Östreich keine Nation und keine Monarchie inEuropa, die in ihren Bestandtheilen mehr vereinzelt, durch »Of eingreifende Bege-benheiten der Vergangenheit manniafaliiger gestimmt und dess,»ungeachtet durchdasZiel eines gemeinschaftlichen Interesse, durch die Verwandtschaft der herrschen-den Bildung, S'tke, Denkweise, zu einem inniger» und frischer» Warnen berufenwäre als die preußische. Volk und Staat wurden Eins. zuerst besonders durch denNalionalenthusiattiiu?, welchen Friedrich I I. in dem Herzen jedes Preußen für sichund das Vaterland zu entzünden wußte, späterhin noch mehr, als die schroffeScheidewand zwischen dem Solkstreiier und dem Bürgerwehiinann zusammen-fiel. Seit 1807 durchdrang Ein Krastgefuhl den Monarchen, den Bürger unddas Heer: das Gefühl des deutschen Natioualsimis, der Vaterlandsliebe und desHeldenmmhs. Durch dieses Gefühl erhoben, erkämpften sie den Kranz des L»e-geS und des Ruhms 1813, 1814 und 1815. Mit freussger Hoffnung blicktendamals Deutschland und der Geist des Protestantismus auf Preußen hm a's auf