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Achter Band. O bis Q.
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Preußen, von l'slO—1815

nähme der jenseit!« der Elbe gelegenen Länder, gleichzeitig. Ein namenloses Gefühldm chdrang die deutschen Völker; aber die Eabinette folgten zögernd. Der Kampfum die Freiste» war hart und schwer. Preußens Völker, Heer, Freiwillige, Land-,webe und Landsturm, bestanden chn mit einer religiösen und sittlichen Tapferkeit,wie ste Deutschland me gesehen hatte. Jetzt trat auch Östreich (27. Juli 1813) zudem Bunde, und bei Kulm (30. Aug., s. d.), ward Habsburas Genius mit demH use Hostenzollern ausges hnt. Nun führte eine in der beschichte einzige Ein-tracht die Monarchen von dem Siege bei Leipzig bis in die Hauptstadt des Feindes,und mit dem frcinn.cn Worte: „Solchen Sinn lobnet Gott!" dankte der Königseinem Volke in der komgl. Erklärung: „An mein Volk", Paris , 3. schnitte 1811.Aber zu großmüthig vergaß man, gegen Preußen? Ralb, in Paris die Hauptfragenz» en.'tchetden, und auf dem Eongngse zu Wien fand die stanz. Diplomatik Zeit,Schwierigkeiten und Zwietracht auszustreuen. So konnte Preußen, wollte es an-bei s Nicht zu den Waffen gr. ifen, nur durch das gcstasstge Recht ker Erobeiung diealte Große, deren Ei sah ihm zugesichert ivar, wn dem laugen. Der Beitrag überPolens künftiges Sch'cksal, dein Östreich beiaetreie» war, statte Preußens Entschä-digung in Saestsen znrFolge nnd führte die Theilung dieses Landes herbei, über dasEuropa wie udir em eroberte? verfügte. Um für den diuch da? halbe Sachsen unddurch P ostm nicht gedeckten Verlust von Polen , Aulpach, Bau euch, OstsrieSland,Hiltesheiin :c. Ersah zu erhalten, mußtePreußen in dem Großherzogthume Nieder-tst. tt! einen mit den> Haupistaate nicht v rbuntene» Nebenstaat, und damit einesuv stch selbst und für seine Nachbarn zwangvolle St lluug annehmen. Daher d>evielen «B enzinuiigen, welche eine lange Reihe uiiwillkomu ener Ländertausche mitlemen Nach Au >'. nicht ganz hat ausgleichen können. — Nach der Feststellung dereuropäischen Verhältnisse in der wiener Cougreßacre (9. Juni 1815), durch welcheder König euier der 3 Beschützer des Freistaaies Kraken geworden ist, nahm er auder Bildung des deutschen Bundes und an der Abfassung der deutschen Buudesacie(8. Juni), sowie a» den späte, n Ergänzungen dtisilven wesenllichen Aniheil. Aber»och ein Mal sollte um die neue Ordnung der Dinge gedämpft w.rden. Napoleon ,der sich wieder aus den Kaiserihion geschwungen, warf sich mit der Dollzahl seineserbitterten Heeres auf das schwächere preußische. Schon glaubte er am 16. Juni1815 es bei Ligny geschlagen zu habe»; allein Blücher zog sich in eine -Stellung,aus der er am 18. in die Flanke des Feindes fiel, als dieser mit Wellington um denSieg kämpfte. (S. O.uatrestraö und Waterloo .) Der Sieg bei Delle-Alllance richtete den Thron der BourbcnS, nachdem Blücher d. 4. Juli Paris mirCapitulation genommen, wieder aus; indeß wurde des preuß. Eabmet der st anz.Nation die eigne Wahl ihrer Herrscherfamllie, den Erklärungen der Verbündete» g-mäß, gern überlassen haben, nur foderte es eine feste Sicherheit der dem sehen Grenzeund die Zurückgabe deutscher Provinzen, welche Frankreich früher an sich gerissenhalte. Allein Ludwig lll. war nach der Erklärung v. 13. März der Verbündeteder kriegsubrendeii Mächte, unter welchen 2 Frankreichs Integrität vor» I. 1790durchsetzten. So konnte auch hier Preußen, das zum zweiten Mm'e DeutschlandsRetter geworden war, nicht turchdriugen. Was es für das Wohl der deutschen Nation auf dem Bundestage durch die folgerechte Durchführung der von ihm zuWien ausgesprochenen freisinnigen Iieen bewirken w rt, ei rre.net Deutschland vonder Zukunft, /»ußer dem heiligen Bunde, dess-n Müsttfrer Friedlich Wilhelm lll.(Par:s, den 26. Scpr. 1815) gewesen war, und außer der zur Eihaltung dls Frie-dens von Europa in Aachen (s. Eonaresse) 1818 auf das Völterrecht gegrün-deten Wiiiniupleallianz,, hat sich Prinzen seit dem pariser Derirage vom 20. Nov.1815 insbesondere mit Ostreich, auch u> Hinsicht auf Deutschlands Angelegenhei-ten, eng verbunden.

Im Innern begann nach dem Enlscheidungtjahre 1815 eine gänzliche Um-