835
Preußen, statistisch
delsagenten sind bei den span.-amerikan. Freistaaten angestellt. Daß Preußen über-haupt seine Stellung in der Reihe der 5 europ. Machte würdig behauptet, zeigt seine1827 in Konstanrinopel bei der Interv'Niio» zu Gunsten der Grieche» — die erstefür ei» unterdrücktes Volk — übergebene Eiklärung; daher ward nicht nur schon1826 der preuß. Nation die Theilnahme an der Sache der Griechen gestaltet, son-dern auch 1828 im März der Freiherr v. Canitz mit einem außerordentlichen Auf-trage nach Konstantinopel geschickt, um die Pforte über die wahre Bedeutung jenerDazwischenkunft aufzuklären, im Aug. 1829 aber durch den Generallieut. v.Müff-sing, sowie durch den preuß. Gesandten, Hrn. v. Rover, der Abschluß des Friedenszu Adrianopel (14. Sept. 1829) befördert. Durch dies Alles ward die alte Freund-schaft zwischen Friedrich Wilhelm III. und dem Beherrscher von Rußland seit derVermählung der T. des Königs mit dem Großfürsten NicolauS (13. Juli 1817),den, jetzigen Kaiser, immer mehr befestigt. Übrigens ist Friedrich Wilhelm I I l. nochverschwägert mit den Häusern Hanover, Oranie», Hessen-Kassel, Hessen-Homburg ,Mecklenburg-Skrelitz, Anhalt-Bernburg, Anhalt-Dessau , und durch seine Söhnemit Baiern und Sachsen-Weimar .
Die preußische Monarchie, welche, als Friedrich II. 1710 die Regie-rung antrat, auf 2190 j^M. 3 Mill. E. einhielt und e:n Heer von 76,000 M. be-saß, umfaßte 1801, ohne Nenfchatel, aus 5679 geogr. sWM. 9,977,497 E. (mit38 Mill. Thlrn. Einkünfte), dagegen am Ende 1828 auf 5040' geograph. OM.12,726,823 E. (ohne Nenfchatel), auf 1 UM. 2525 E. Unter 1028 Städtenzählten 7 über 40,000 und 21 über 10,000 E.; übrigens gibt es 281 Marktfl.,34,451 Dörfer und Weiler. Die meisten Städte hat der Regierungsbezirk Posen .Der volkoleerste Theil, zwischen der Oder und Weichsel, von der Ostsee bis zz> denBrüchen bei Netze und Waikhe, hat auf I UM. 912 E.; dagegen das schles Ge-birge und die Ebene an demselben auf 1 HjM. 4447, und der volkreichste Theil,am Rheine nordwärts des Westerwaldes, der Eifel und des hohen Weens, auf 1jWM. 6669 Eiiiw. Indeß bildet der Staat so wenig als vormals ein geschlossenesGanzes, sondern besteht (ohne Neufchakel) aus einem größern östl. und einem klei-nern westl.Haupttheile. Jener grenzt an Rußland, Ostreich, Königr. Sachsen , andie kleinen Staaten in Thüringe», an Kurhessen, Hanover, Braunschweig , Meck-lenburg, und stößt m N. an die Ostsee; dieser ist von jenem durch Kurhessen, Hano-ver und Braunschweig getrennt, und grenzt an Belgien, Frankreich , Baiern, Lippe-Detmold, Nassau, Waldeck u. a. kleine Staaten. Der Boden ist meistens eben undhügelig. Die Insil Rügen mit dem Vorgebirge Stubbenkammer ist die höchste Ge-gend der Ostseeländer. Zu den fruchtbaren Niederungen gehören die tilsiter, havel-länd., magdeburg., halbersiatt. Ebenen, die soester Boerte in Westfalen , die gül-dene Aue in Sachsen ic. Als Gebirge sind die Sudeten mit dem Riesengebirge (Riesen - oder -Lchneekoppe 4950 F. hoch); der Harz mit dem Brocken; der Thü-ringerwald, der Weflerwald mir dem Siebengebirge , der HuntSrück mir dem Hoch-walde, und d'c Eifel , eine Fortsetzung der Antennen, zu bemerken. Die Gewässer s.unten. Das Klima ist im Ganzen mehr kalt, rauh, veränderlich, als warm undmilk; das sebönste in den Thälern der Nahe, Mosel, Saar und des Rheins. Seil1815 bcsshk der preuß. Staat aus 10 Provinzen, die in 7 Militanaluheilungenund 25 Regierungsbezirke getheilt werden. Die!. Mi'itairabiheilung: Preußen,das eigentliche Königreich Preußen, begreift: 1) Die Provinz Ostpreußen mir derossoreuß. Regierung zu Königsberg u. der lithauischen zu Gumbinnen , 703 fMM.,nur 1,216,154 E. 2) Die Provinz Westpreußen mit den Regierungen zu Danzig und Marienwerder , 465 UM., mit 792,207 Einw. Die I I. Milnairabtheilung,Brandenburg und Pommern , begreift: 8) Die Provinz (ehewal. Mark) Bran-denburg mi: den Regier, zu Potsdam und Frankfurt , enthält mit Einschluß des aufdem rechten LIbufcr liegenden Theils des Herzogrh. Magdeburg nebst dem korbuser