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Achter Band. O bis Q.
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Preußen, statistisch

vinzen, als sie Polen darbot, und in einer festen Militairgeeme an der Oberelbe, diejetzt mit der Oderund Schlesien einen militairisch-politischen Zusammenhang hak.Dagegen sind folgende Nachtheile geblieben: eine offene Grenze von Seidenberg inder Oberlausitz b -? -Wittichenau; eine offene Grenze gegen Rußland , indem auf die-ser Seite ein rüst Heer in 3 Tagemärschen in Breslau sein kann, dieProsna aber zubefestigen, viele Millionen kosten würde; die kostbare Verpflichtung, der Rheiupro-vinzen wegen, sich gegen Frankreich in erster Linie aufzustellen. Aber eben dieser Be-sitz der rheinischen Mark bestimmt Preußen zur ersten Schutzmacht für Deutschland gegen Frankreich. Seine Schwäche würde also für Deutschlands Sicherheit nach-theilig sein. Denn Preußen hat nur s von Frankreichs Volksmenge und dabei 150deutsche Meilen mebr an Grenze, als dieser Nachbarstaat. Während Preußens ei-ner Arm bis an die Thore der franz. Festung Thionville an der Mosel reicht, und derandre Memel und den Niemen behauptet, sucht man vergebens den Körper, der beideArme verbindet, in der doppelten Milirairstraße, die Hanover überHildesheim, Giff-honi und Neustadt durchschneidet, obgleich eine südlichere durch das Göttingischebeiden Staaten beguemer erscheint. Es gcht 3 Preußen, in Polen, in Deutschland ,und zwischen der Maas und dem Rhein. Es hat 3 verletzbar, Seiten: gegen Ruß-land, Östreich und Frankreich ; daher das Abhängige in seiner Lage, die indeß fastjeder Staat gegen den Nachbar haben wird. Da-mm war es ein sehr natürlichesBestreben, durch den Besitz von Luremburg jenem Grenzzuge desGroßherzogrhumSNiederrhem, der am linken Rhemuftr von Bingen an bis zur niederländisch hollän-dischen Grenze hinläuft militairische Außenwerke zu geben. In Hinsicht des Han-dels bietet die Lage große Vortheile dar. Eine wohlverihud'gte Küstenlänge an derOstsee von 110 Meilen mn mehren Einbuchten und Ttromausmündungen, dasganze Oderflußgebiet, der wichtigste Theil des Deichsellaufe, oer Elbstrom nebst derSaale , inwiefern er den Hansehandel mit dem sächsisch-böhmischen verknüpft unddurch 7 große Eanale mir der Oder und Weichsel zusammenhängt, der Rhkinstrom,da wo er einen Theil des franz. und des süddeutschen Hantels mit dem »iederländ.verkettet: diese Küsten und Strommündungen bilden nebst der Memel , Pregcl, derWarte, Netze, Havel, Spree, Weser , Eins (d.ren Schiffbarmachung im Oct. 1818von der pre,iß. und hanöv. Regierung beschlossen wurde), Ruhr, Lippe und Moselein Flußschifffahrisspstem, welches den Reichthum der Nachbarstaaten großkeniheilsan sich zieht. Um diese Wasserstraßen herum lieoen mit wenig Ausnahmen fruchtbare,au allen Erzeugnissen des Pflanzenreichs, den Weinstock nicht ausgenommen, reicheLandstriche. Auch der Bergbau ist bedeutend, mit Ausnahme der edel» Metalle;Bernstein findet sich fast aus-chließ iw nur an der Ostseeküste in !?stpreußcn undHm-terpommern. Jeder Thest der Viehzucht (auch die Pferdezucht ist, seit der Ober-stallmeister v. Knobelsdorf die Landgestülte wesentlich verbessert hat, vorzüglich inOstpreußen vortrefflich) trügt ebenfalls zur Vermehrung des natürlichen Re>chlhuniSbei, und dies um so mehr, da die Landwirthschaft, was besonders Getreide-unkFut-terban, Schafzucht (veredelt über 12 Mist. Schaft), Holz. und Forsiculkur betrifft,einen hohen Grad von Vollkommenheit erreicht hat. Für die Fischerei sind auchmehre Landseen wichtig. In Hinsicht anfManusacluren und Fabriken besitzt Preu-ßen geweibfleißige Länder, die zu den ersten in Europa gehören, wie das schief. Ge-birgsland, Ravensberg Mark, Berg und die übrigen Rheinprovinzen. Dieser Ge-werbfleiß beruht g, vßkenth> ils auf inländischen Naturerzengniffen, wie die Leinwand-weberei (in Schlesien, zu Hirschberg, Schmiedeberg, Lande-bm, Greifenberg , jähr!,für 11 Mill. THIo.) mir den Bleichen bei Barmen, Elberftld, Bielefeld und Wa-rendorf, dieWollenmaniEacturett (in Schlesien, Brandenburg, Sachsen , Niederrheiu,zu Aachen, Burtscheid , Siolberg, Eupen u. a. a.O.) und die Fabriken von Metall-waaren, z. B. Eisen-. und Stablw-iareu zu Berlin, Malapan und Gleiwitz (inSchieffen), Solingen , Remscheit, Iftrloyn. Der Werth gesammterFadrikaie wurde 1804