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Preußen, statistisch
auf mehr als 51 Mill. und mit Einschluß der Consumtibiliengewerbeüber85Mill.Thlr. geschützt. Lluch die Baumwollegmanufactur ist seit 181!» sehr gestiegen, sowiedie preufi. Rothfärberei. Wie wichtig daher der Handel sein müsse, beweisen schondie großen Handelsstädte, welche zum Theil in den ersten Zeiten des europ. Handelsgegründet worden sind. Unter den Seeplätzen stehen Danzig und Stettin obenan;ihnen zunächst Königsberg, Memel, Elbing. Pitlau, Kolberg, Stralsund, Wolgast ,Greifswalde. Stolpemünde, Rügeuwalde und der seit 1818 erbaute Hafen vonSwi-nemünde. LeuchtthürmewurdenanmehrenOrtenerrichtet. ?l,-ch hatHanover, durchden Vertrag mit Pr-uß,n vom 29. Mai 1815. Preußen den (Gebrauch des Hafenszu Eniden zur Eimund Ausfuhr von Gegenständen aller Art gestattet. Noch wirddie Lippe von Wesel bis Lippstatk schiffbar gemacht. Im Innern sind Mittelpunktedes Fabrikwesens und Handels: Berlin, Breslau, Frankfurt a. d. O-, Magdeburg ,Hirschberg, Blinden, Bielefeld, Wesel. Köln u. a. m. Die preufi. Flagae weht aufallen Meeren, und Preußen zählte vor der Seesperre 2000 eigne Schiffe und über10,000 Matrosen. Im I. 1827 liefen in den preuß. Häfen 3697 Schiffe mit525,309 Lasten ein, lind 3665 mit 323,791 Lasten aus; 2039 preuß. Schiffe gin-gen durch den Sund, welchen im I. 1816 nur 907 preuß. Schiffe durchschifften.Das Hauptinstitnt für den Gelthantel ist die königl. Bank in Berlin , sowie dieSeehandlungssocietät daselbst. Den Binnenverkehr im Kleinhandel hat die neue(Gesetz vom 21. Sepl. 1821) Scheidemünze (80 Sgr. auf einen Thlr. Cour.),wobei der <L7chlaaschatz über I I Proe. gewinnt, sehr erleichtert.
Ein reges Leben, das durch die Leidensjahre des sranz. Drucks nicht hat ersticktwerden können, ist der sprechendste Beweis von der Cult u r der preufi. Völker undvon der Weisheit der Regierung. Ihre wissenschaftliche und Kunstbildunq gekörtganz der deutschen Nation an, bedarf also hier keiner Erwähnung. Die preuß. Völ-ker sind gröfiientheils Deuische, vom altsaffischen, thüringischen und niederländ.Stamme. Die Wenden auf d-m rechten Elbufir haben sich germamsirt: doch gibtes deren noch in der Lausitz, und Kassuben in Hint-rpommern. Von den übrigen sla-wischen Stammen sind die zahlreichsten die Polen im Großherzogib Hosen, obgleichauch hier deutsche Sprache und Ansiedelung angetroffen wird; noch finden sich Lettenund Lithauer in den Dörfern des osipreufi. Lithauen, die ihre Sprache wie ihrealte Tracht erhalten haben. In den altpreufi. Ländern begegnet man auch den Nach-kommen eingewandeiter Flücht! nge aus Frankreich, Salzburg und der Pfalz . Dertolerante Geist der Regierung öffnete seit des großen Kurfürsten Zeit allen um desGlaubens willen Verfolgten > ine Freistätte. Daher findet man Herrnhuter, Hussi-ten, Griechen. Mennoniten, lind vorzüglich viel Juden in den preufi. Staaten. Dergrößte Theil der Nation bekenn: sich zu der lutherischen, die regierende Familie zu derreformirten Kirche. Lutheraner und Reform» le hab-m seit 1817 angefangen, sichzuEiner evangelisch-christlichen Kirche zu v reinigen. Für diese empfahl der König eineneue Agende 1824 den Geistlichen zur Annahme; 1825 hatten von 7782 evangel.Kirchen, die sich ,n den preuß. Staate,> befinden, 5345 dieselbe angenommen. Am19. Aug. 1829 wurde sie in e uer neuen, nach dem Gutachten ewer geistlichen Com-mission etwas verändertenAufi.eingeführt. Im 1.1828 zähltePreußenl.732,000Evangel., 4,8l6 000 Kaihol., 15,600 Mennoniten, 117,000 Juden. Nach dervom König am 23. Arg. b stättgten Bulle l)v .<aO>i w.uniinui ii>>> vom 16. Juli 1821stehen unke! dem Erzbischof von Köln die BischöfezuMünster, Trier und Paderborn ,und diesen sind die Spreng l der ehemalige», nun aufgehobenen Bisthümer undübrigen kath G.meinden i er westl. Provinzen mit untermben; unter dem Erzbiichofzu Gnes-n und Posen, der Bischof von Kulm. Die BiSlhümer Breslau und Ernie-la»d bleiben frei uo» erzbiicböst. Obhut. Die Erz-und Hochstifter sind mit Einkünf-ten ansehnlich ausgestattet worden. Die 8 Domeapiiel wählen ihre Bischöfe, undder Papst bestätigt die als kanonisch anerkannte Wahl; jene vernehmen aber vor der