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Achter Band. O bis Q.
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Preville

Venetianer, ter AdmiralMorostni, im2lug. 1684 Santa-Maura, Prevesa und dieübrigen Plätze an Albaniens Küste, nördl ch Butrinto und Parga (Corfu gegen-über), südlich Arta und Voinitza. Durch Arta, Voinitza und P revesa, dos denGolfschließt, wurde Venedig Meister des ambracischen Golfs. Die Republik be-hiell diese Plätze nebst ihren Bezirken u. a. Eroberungen in dem karlomitzer Ver-trage 1699; doch mußten die Festungswerke von Prevesa geschleift werden, Indein Kriege von 1714 stellten die Veneiianer dieCitadelle daselbst wieder her. Siebesaßen die genannten Bezirke bis 1797, als mit dem Untergänge der Rep., durchden Frieden von Campo Forniio, die ionischen Inseln und jene Städte in Albanien an d e Rep. Frankreich kamen. Damals scheint Ali Pascha sich Arka's bemächtigtzu baden, und als die Pforte nach der Landung der Franzosen in Ägvpten der stanz.Republik (lO.Sept. 1798) den Krieg erklärte, benutzte jener Tyrann diese Ver-haltn ffe, um auch die übrigen venetianischen Plätze in Albanien zu erobern. Aufden Ruinen der alten Siegeestadt Nikopolis , die August zum Andenken des Siegesbei Acrium erbaute, kämpften 280 franz. Grenadiere, unter dem Gen. La Saleette,gegen Ali'S Scharen. S. Ponqueville's „Hirt. ein I-, rogüiwi.ni»,, cke- I-, tl,<e>",Bd. 1, S. 127 fg. Prevesa wurde mit Sturm genommen, und der größte Tbeildcr männl. Bewohner gegen das gegebene Wort ermordet. Die Franzosen räum-ten darausVoinitza, und Ali bes.tzte zugleich Butrinto (das alte Buthroium). Fast8 Jahre lang wurden diese sonst so blühenden Cantone (Prevesa und dessen Bezirkzählte über 8000 griech. Einw.) von Ali als eroberte Provinzen behandelt; endltchtraten Rußland 1800, Ostreich und Frankreich im Frieden zu Lunerille 1801),Prevesa , Porga, Voinitza und Butrinto förmlich an die otiomanisch, Pforte ab,jeloch unter der Bedingung, daß kein Muselmann daselbst sich niederlassen nochGrundbesitz erwerben könne. Damit war die sitzte Hoffnung dieser Griechen, mitihren Brudern auf den Sieben Inseln gleiches Schicksal zu haben, vernichtet. IhreLage wurde noch trauriger, als die Pforte zu ohnmächtig war, die ihrem unmittel-baren Schutze unterworfenen Bezirke der Tyrannei des Ali zu entreißen. Siewurden vielmehr terSchauplatz des Krieges, den die Pforte mit dem rebellischenSatrapen führen mußte. Ali's Sohn, Veli Pascha , warf sich in die Citadelle vonPrevesa und übergab sie nach emer langen Einschließung dem Befehlshaber dertürkischen Flotte. Stau des versprochenen Paschaliks traf ihn und s. Familie Ver-bannung, endlich das Todesuriheil. Für die Prevessner wechselte nach Ali's Todeein Druck mit dem andern. Unter K hursch id's wilder Regierung rettete jedoch derfranz. Consiil,DuchboucheiSt.-Andr>', mehre Unglückliche vomTode. DerAusibandder Hellenen gegen die Pforte machte die Lage der Prevesaner noch trauriger. IhreStadt, die imch einander verschiedene Gebieter erhielt, wurde ein türkischer Waffen-platz. So ward P. und das ganze ehemalige venerianiscke Albanien in den Krieghineingezogen, ohne an der griech. Sache selbstThei! nehmen zu können. Für P.gibt eS seit 1797 keinen Frieden und keine Gerechtigkeit! 20.

Preville (Prierre LouisDubus de), Schauspieler, geb. zu Paris 1721,war dem geistlichen Stande bestimmt, entfernte sich aber heimlich aus deni väter-lichen Hause, und trat, nachdem er Maurern als Handlanger gedient hotte, in eineSchauspielertruppe, spielte zu Sirasburg, Dijon, Rouen , und wurde Sckiauspiel-direcior zu Lyon. Hier bildete er sich aus, dann debütiere er 1758 zu Paris aufdem 7 b.ääire kialio.-,^. Armand begünstigte, ohne eifersüchtige Rücksichten, seinerstes Erscheinen auf dem Theater zu Fontaineblcam welches P.'s Ruhm entschied.Erspielte 5 verschiedene Rollen in dem „äle>ou,,- p-il.ini". Ludwig XV. , der ei»>enseinen Bück hatte, war so überrascht von der Richtigkeit, mit welcher der juttgeMann s. Spiel wechselte, daß er ihn unter s. ordentlichen Schauspieler aufzunehmenbefahl. Diese Auszeichnung verdiente ein Miaun, dessen seelenvolleS, anziehendes mits. Rolle stets übeleinstimmendec Mienenspiel, dessen richtiger, mit dem Alter, Stan-de und Charakter Dessen, den er daistcllte, stets übereinstimmender Ton und Aus-