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ihm eignen Maßstabe (Principalmensur) gearbeitet, wonach die Läng« der Pfei-fen zu ihrer Weite ein solches Verhältniß hat, daß das große 6, von dem Kern angerechnet, die Länge von 16, 8, 4 oder 2 Fuß bekommt. — Principalhaßist das tiefste offene FlötenregPer für das Pedal der Drgel. — Ferner heißtPrincipalstimme bei Tonstücken die Hauptstimme oder die Concerlstimme,Solopartie. — Principalblasen heißt bei Behandlung der Trompete, diemittlern Tone diese« Instruments mit schmetterndem Ton und mit Zungenschlägenvermischt vortragen.
Prinzenraub, s. Kunz von Kausun gen.
Prinzen vonGebl ü k heißen die surfst. Personen, welche mit der regie-renden Linie von gleicher Abstammung sind und nach deren Erlöschen das nächsteRecht zur Zrdsolge haben. So in Frankreich die Prinzen der Häuser Or'eang,Bourbon-.Tond'> Ludwia X I V. hakte auch seinen mit der Balliere und Monkespangezeugten natürlichm Lehnen, von denen der Herzog v. Penlhiüvre abstammt, dasRecht der Prinzen von Geblüt und eintretenden Falls der Erbfolge ertheilt; abernach des Königs Tode ward es ihnen genommen.
P rior heißt in den Klöstern der nächste Pbere nach dem Abte, und wo keinAbt ist, der Vorgesetzte des Klosters. Denselben Rang hat in Nonnenklöstern diePriorin. — Priorat heißt das Amt und die Würde, auch die Wohnung einesPriors oder einer Priorin. — Großprior ist in den geistlichen Ritterorden dernächste nach dem Großmeister.
Prio r (Matthew , ein ausgezeichneter Dichter, geb. 1664 , nach Einigenzu London , nach Andern zu Winborne inDorsetsbire. Seine Neigung für dasclassische Alterkbum erwarb ihm die Gewogenheit de« Grasen Dorfes , der ihm einegelehrte Erziehung geben ließ. Au Cambridge , wo er seit 1682 siudirte, trat erin vertraute Freundschaft mit Charles Montague, nachmaligem Grafen Halifax ,mit welchem gemeinschaftlich er ,,'l'be cnnuii V »»>»;>' ->>>st ail> inconik" verfaßte,eine Parodie aufDryten'S polemisches Gedicht: „Ist,,- lstust -nist ,>-n>tb<-r". 1689kam er nach London , wo er v§m Grafen Dorsel bei Hose so nachdrücklich empfoh-len wurde, daß er den eng!. Bevollmächtigten, welche zu dem Congrrsse nach Haagabgingen, als Sceretair mitgegeben ward. Mit diesem Posten erhielt er zugleichden Titel eine? königl. Kammerherrn. Natürlich wäre«, daß er auch für seine Ge-dichte den Stoff meistens aus der Politik uud der Hofwelt nahm. Eins der bedeu-tendsten war eine Ode, die er 169,6 dem Könige Wilhelm bennTode der KöniginMar-a »bergab, Seme humoristische Ader zeigte er iu einer burlesken Parodie vonBoüeau's -Ode auf t-e Einnabnie von Nawur durch die Franzosen , als König Wil-helm es ihnen wieder entrissen harte. Seit 1607 ward er in mehren diplomatischenGeschäften als Sec-era-r gebraucht. Als solcher begleitete er z. B. den engl. Ge-sandten, Lord Porkland, nach Paris , und blieb auch bei Lord Jersey. Bald daraufward er zum Uukerstaarssecrcta-r in Lord Iersep'S Depart. ernannt und nach Paris geschickt, um dem Gesandte» bei den Verhandlungen wegen des TheilungSverkragSüber die spanische Monarchie b,izustch>n. 1766 folgte er Locke als Commisisonnairin deni l!>^rst ,>!'t,--st«, und trat 1701 als Repräsentant von East-Grinstead insParlament. Die glänzenden Erfolge, welche der Anfang der Regierung der Köni-gin Anna bezeichnete, begeisterten auch ihn, und er besang die Siege von Blenheimund Ramilics. Um dieselbe Zeit gab er einen Band Gedichte heraus, an dessenSchlnzfe sich das bewunderte Ged'cht ,,I!e»iv nnst I n>m->" befindet. Er halte ei-nigen Antheil an dem „4 einer periodischen Schrift von Swift n. A.,
und grisfebeittslls den großen Feldherrn an, dessen Siege er verherrlicht hatte. Alsdi« TorieS das Übergewicht erhalten und Marlborough entfernt hatten, trat auchP. zu ihnen über, ward 1711 mit geheimen Friedenövorschlägen nach Paris ge-flickt und brachte Mesnagcr und den Abbe Gualtier zurück, mit denen er ge-