ProknS Prolog 8"9
jeetionsarten wird in dem französischen vez>s>t General clo I» gmcrro die Bonne'-sche angewendet.
Prokris, des ErechtheuS Tochter, und Gemahlin des Cephalus (s. d.).
Prokrustes, der Verstümmler, ein Unhold in Attika, der 2 Bettstellenhatte, eine kurze und eine lange. War der bei ihm einkehrende Gast von kleinerStatur, so führte ihn der Bösewicht beim Schlafengehen zu der langen Bettstelleund dehnte und reckte ihn, unter dem Verwände, dem Gaste das Bett anzupassen, solange, bis ihm die Seele ausfuhr. War hingegen der Gast von langer Statur, so brach-te er ihn zur kurzen Bettstelle, und metzelte und stümmelte so viel von ihm ab, bis erhineinging. Endlich kamTheseus zu ihm und that ihm, wie er Andern gethan hatte.
Prolegomena (griech.), bedeutet Einleitung, Eingang, besonders zueiner Wissenschaft, die Dorbegriffe oder vorausgesetzten Begriffe derselben, oderäußerliche Betrachtung, Namen, Begriff, Eimheilung u. a. Verhältnisse betref-fend ; besonders aber bei Dorbsungen.
Proletarier hiesi in Rom die letzte und ürmsteDolksclasse, die dem Staatenur mit ihren Kindern (,»<>!,!.) zahlen konnten. (Vgl. Census und Cen tur ie.)
Prolog, in der dramatischen Poesie eine Rede, welche dem Stücke selbst,d. h. der eigentlichen Handlung, vorausgeschickt wird. Sie kann in Versen oderin Prosa abgefaßt sein, und wird in der Regel nur von einer Person gesprochen.Bei den Alten nannte man den Schauspieler selbst, welcher diese Rede sprach, denProlog (Prologos); er wurde gewöhnlich wie eine Person des Stücks betrachtet.So erscheint in des PlauttiS „Amphitrvon" Mereur als Prolog. Der Prolog kannnach unserer Anstcht einen dreifachen Gegenstand haben. Entweder 1) kann er dieFabel des Stücks selbst betreffen und bestimmt sein, dem Zuschauer dieselbe zu er-klären oder bis dabin zu erzählen, wo die Handlung ihren Anfang nimmt. Hierist er im eigentlichen Sinne Einleitung; er soll den Zuschauer auf die Handlungvorbereiten, sodas; dieser den Faden derselben leichter zu verfolgen und die histori-schen oder mythischen Beziehungen des Stücks zu verst-hen vermag. Ob der dra-iiiaiischeDichter diesen Zweck auch ohneProlog erreichen könne, ist eine andre Frage,die nur nach den besondern Fällen entschieden werden kann. Euripides bedientesich dieser Art des Prologs, worüber sich A. W. Schlegel in s.,,Vorlesungen überdramatische Kunst und L teratur" also äußert: „Da Euripides oft alles bisher Be-kannte und Gewohnte (in den Fabeln) umstieß, so wurden ihm dadurch die Prologenothwendig, worin er die Lage der Sache nach seiner Annahme meldet und den Ver-lauf ankündigt". Lessing hat in der „Dramaturgie" die seltsame Meinung geäußert,daß dies von Fortschritten in der dramatischen Kunst zeuge, indem Euripides sichbloß aus die Wirkung der Situationen selbst verlassen und dabei nicht aufSpannungder Neugier gerechnet habe. „Allein", fährt Schlegel fort, ich kann nicht absehen,warum die Ungewißheit der Erwartung unter den Eindrücken, welche ein dramati-sches Gedicht bezweckt, nicht auch ihre Stelle sinken soll. Der Einwurf, auf dieseArt werde das Stück nur das ei ste Mal gefallen, weil man nach der Bekanntschaftmit dem Ganzen den AuSgang schon vorher wisse, läßt sich wol abweisen; ist dieDarstellung nur recht kräftig, so wird sie in jedem Augenblicke den Zuschauer so fest-halten, daß er unterdessen das schon Kekannnte wieder vergißt und zu gleicher Span-nung der Erwartung angeregt wird. sjberdieS machen die Prologe die Anfänge derEuripideischen Stücke sehr einförmig; es hat ein großesLtnsehen von Kunstlosigkeit,daß Einer herauskommt und sagt: Ich bin Der und Der, Dies und Das ist bis jetztvorgefallen, und Folgendes wird noch geschehen. Man möchte diese Weise mit denZetteln aus dem Munde der Figuren auf allen Gemälden vergleichen, welche sichnur bei großer alterthümlicher Einfalt des Styls allenfalls entschuldigen lassen.Allein dann müßte auch das Übrige damit übereinstimmen, was beim Euripides gar nicht der Fall ist, wo die Personen im neuesten Tone damaliger Sitte reden.