Pronomen
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Sterblichen achtete Zeus nicht, sondern beschloß, sie zu vertilgen und ein neues Ge-schlecht hervorgehen zu lassen. Daran hinderte ihn P., indem er das vom Zeusverborgene Feuer den Menschen heimlich mittheilte und ihnen die Künste lehrte,welche sie verstehen. Diesen Frevel zu strafen, sandte Zupiter den Menschen diePandora (s. d.), welche alles Unheil über sie brachte. Den P. selbst aber ließ ervon Hephästos an einen Felsen des Kaukasus , am östlichen Ende des altgriechischenErdkreisi'S, festschmieden und von einem Adler oder Geier seine Leber zerfleischen,die jede Nackt wachsend sich erneuerte. P. aber, wohl kundig, daß aus Io s Stammein Mann (Hercules, s. d.) entsprießen werde, der, obschon erst nach üdcrstan-denen unzähligen Leiden, seine Fesseln losen werde, duldete heldenmüthig; ja erkannte auch Gs Zeus zukünftiges, diesem selbst noch unbekanntes Schicksal. Wenndessen unüberwindlicher Gegner, von ihm selbst und Thesis erzeugt, auftretenwirds dann hat P. seiner Leiten Ziel erreicht. Zeus wird sich versöhnen müssen,weil nur durch P.'e Rath sein Fall kann abgewendet werden. Offenbar sind diesdovpelte Sagen, die aber schon beim Äschvlus vereinigt erscheinen. Die Ursache,warum Zeus den Sterblichen zürnte und ihren Untergang beschlossen hatte, erzähltHesiodus folgendermaßen. Einst suchten sich die Götter mit den Menschen zu Me-kone zu vergleichen, d. h. sie machten mit einander aus, welche Schatzämter undEhren die Götter genießen, und welche Pflichten die Menschen gegen sie beobachtensollten. P. vertrat hierbei die Menschen, damit die Götter ihnen nicht sur die über-nommenen Schatzämter allzu lästige Pflichten auflege» möchten. Ein Stier wurdezum Opfer gebracht, und die Götter sollten davon wählen, was sie für sich ver-langten. Nach Zerstückelung desselben machte er 2 Haufen: aus die eine Seite legteer das Fleisch und d,e fetten Eingeweide, in die Haut des Stiers gewickelt und mitdem Magen bedeckt; auf die andre die Knochen, künstlich in Fett gebullt. Zeus ,der den Betrug nick t durchschaute, griff, mi Namen der Götter wählend, nachdem Fette, worunter er zürnend die Gebeine fand. Seitdem , seht Hesiod hinzu,besteht die Sitte, den Göttern fleischlose Gebeine zu opfern. Zn dem lncianischenDialog „Prometheus" wird P. außer dieser Fleischvertheilung und dem Feuerraubebeschuldigt, die Menschen geschaffen zu haben. Nach Apollodor bildete er sie ausWasser und Leinten und theilte ihnen das Ferne mit, indem er dürres Holz an derSonne anzündete. Plato erzählt, die Götter hätten die sterblichen Geschleckteraus Erde und Feuer gemischt, die Verthetlung des Maßes aber, dos jedem Ein-zelnen zu Theil werden sollen, dem P. und seinem Bruder (dem Gemahle der Pan-dora), Epimethcus, überlassen. Epimeiheus hatte die besten Kräfte an die unver-nünftigen Thiere verschwendet, und P., um die Menschen nickt ganz hülflos zulassen, entwendete für sie dein Hephästos und der Athene die Künste des Feuers.Andre, sowol Dichter als Philosophen, haben diesen Mythus noch andei s modisi-cirt, nach ihrem jedesmalige» Zweck und Bedarf. Val. F. G. Welckcr, „DieAschvlische Trilogie Prometheus (der Fcucrraubende, dcr Gefesselte und der Erlöste)und die Kabirenweihe.zu Lcmnos :c." (Dormstadt).
Pronomen, Fürwort, ein Wort, dos an die Stelle eines andern undzwar eines Hauptworts tritt, bildet in der Grammatik einen eignen sogenannten Re-detheil. Nach den Verhältnisse» und der Art und Weife, wie dies geschieht, un-terscheidet man verschiedene Arien der Fürwörter. Persönlich ist ein Fürwort (>>ro-»oiimn peisvnusi-), wenn es statt einer Person fleht oder eine Pei scn unnnttel-bar bezeichnet: Zch, Du, Er; hinweisend (<I<»>on!l>!>tiviii>>), wenn es aus einen
vorliegenden Gegenstand hinweiset:
Jener, fcne,
jenes, Dieser, diese, dieses;
bestimmend, z.B.Derjenige; zurückweisend oder beziehend »>>,), wenn der
Gegenstand, worauf es sich bezieht, eben vorher genau,,t worden ist: welcher, welche,welches; fragend(ii,wrino;.->iivu»,), wenn der Gegenstand noch unbekannt ist, undzwar entweder tirecl fragend: ner, was; oder lndirect fragend: welcher, welche,Eonversanons-Lericvn. Bd. VIU. 56