892 Proselytemnacherei
sich zu ihnen halten wollte, fiel ihnen von selbst zu; ihre Staaten hatten Muh^nug, eindringende Katholiken als politische Widersacher von sich abzuwehren, ^in den Ländern kathol. Regenten wurden sie in zu engen Schranken gehalten,anders als durch das Beispiel ihrer Sündhaftigkeit im Dulden und gelegenMittheilung ihrer Lehren Seelen gewinnen zu können. Größern Reiz fand ihr ^kehrungseifer im Schwanken der Meinungen zwischen den beiden Parteien, m ^sich theilten. Nur war es auch hier nicht planmäßiges Prvselytenmachen, st" -entweder die Macht der Umstände, wie in England und Holland , oder das bis o17. Zahrh. noch anerkannte Fürstenrecht oujus rogioejus reichst), wwresormirt, 1576 lutherisch, 1583 wieder reforznirt gewordenen Pfalz , in1596 und in Hessenkassel 1601, in einzelnen Füllen aber meist die von der ulutherischen Theologie sich abwendende Überzeugung, was der reformirten Kn'chzum dreißigjährigen Kriege einen Zuwachs verschaffte, dessen die lutherische stst .
, der gleichzeitig noch später je zu erfreuen hatte. Einen solchen Abbruch durch p .flämische Bekehren durste die kath. Kirche schon seit dem Religionsfrieden nicht'^^noch weniger seit dem westfälischen besorgen. Über die Katholiken in Irland 1- ^ligionsfreiheit. Wenn Einzelne von ihr sich trennten, geschah es aus S.Bewegung. Diese Sicherheit gewährt ihr noch jetzt der Geist des Protestant!-" ^der an sich nicht nur jede Art von Zwang, sondern auch alles Locken und Üb" ^zum Consessionswechstl verbietet, keiner Partei, die an Jesum glaubt, die Kral^^Seligkeit anzuleiten abspricht, und in seiner gegenwärtigen Entwickelung die ° ,angedeuteten Grundsätze der Duldung als die seinigcn erkennt. Nie hat die st.^flämische Kirche Anstalten errichtet, Cassen gestiftet und Miffionnaire auSge>H^um Katholiken zu bekehren. Dies ward ihr selbst von kalh. Schriftstellern als ^gefländniß der Nichtigkeit ihres KircheMhums vorgeworfen. Sie hat nichts a ^bieten, was die Sinne fesseln, der Einbildungskraft schmeicheln oder den Eig"reizen könnte. Die Schärfe und Schonungslosigkeit, mit der die Protesta»^ihren Tadel kalh. Gebräuche und Einrichtungen aussprachen, mußte eher st fl-scheuchen als einladen. Daher waren auch die Proselyten, die von der kath-ner probst. Kirche übertraten, entweder Gedrückte, Bedrohte und Mißverstdie jeveu'-'ntliefen, nur um sich frei zu machen (z. B. Geistliche und Mönchsünstäte und Abenteurer, die nach den Umständen bald diese bald jene Conseiist^"griffen, uder Gewerbleute, die den Glauben wechselten, um in reinprotesia"^^«Städten das Bürgerrecht zu erlangen, oder endlich Wißbegierige undkende, die der Drang nach höherer Befriedigung für Geist und Herz zu bchrestanten trieb. Alle kamen von selbst, angeworben oder genöthigt hatte d zgtesiantische Kirche Keinen. Wohl aber ist sie gewohnt, Jeden durch blutet'! ^-erreiflicher Prüfung seines Schrittes anzuleiten, ehe sie ihn aufnimmt.
Übertritt des Pfarrers Henhöfer (s. d.) und der Gemeinde zuward mehr durch die Härte und Unklugheit kath. geistlicher Behörden a>-irgend eine Spur protestantischer Proftlytenmacherej veranlaßt. — I"sts .„lastdie katholische Kirche Christen von andern Confessionm, die ihr von selb! ^ siefen, nach Prüfung und Unterricht aufnimmt, darf sie zwar ebenso ge, fitprotestantische der Proselytenmacherei beschuldigt werden; aber die GrsiMb'tzff^dieses Bestrebeü für unzulässig erklären, kann sie nie billigen, so lange sie Eistben an die Untrüglichkeit der in ihr überlieferten Lehre und an die 6^. 'chii!^setzung ihrer Hierarchie nicht aufgibt. Nach demselben gibt es außer ihr k"" . b"liehe Kirche, keine Gelegenheit, mit der unverfälschten göttlichen Offenbarkannt, und keine Möglichkeit, selig zu werden. Die Griechen sind dann j,ie
Schismatiker, die Protestanten abtrünnige Keßer, denn Alles fehlt, si; .<,„chte"'Kirche sich als christliche legitimsten und die Seelen nach Christi BefthG'^Mheiligen und trösten kann. Man erkennt, um nicht in den Fehler der W>