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Proselytenmachcrei
zu fallen, zwar die Taufe, sonst aber keine heilige Handlung dieser ketzerischen Par-teien als gültig und kräftig an. Mau sieht in den Gliedern derselben nur Unwis-sende, dir man belehren, Verdammte, die man retten, Widerspenstige, die mander Kirche wieder unterwerfen und bekehren soll. Und zu diesem Werke fühlt siesieb nicht nur durch unerläßliche Pflichten gegen sich selbst und durch christliche? Er-barmen gedrungen, sondern auch durch die von Gott nur ihr übertragene Herrschaftüber die Seelen berechtigt; ja sie findet in den Worten Jesu: Nöthigt sie hereinzu-kommen (ro-itt' inirmc) einen ausdrücklichen Befehl dazu, dem sie, UNI ihr Ge-wissen zu bewahren, nachkommen muß. Daher schwört in dem von PiuS I V. ein-geführten Glaubenseide jeder Bischof und zur Seelsorge beauftragte kath. Geist-liche (Unix: vcrain cailicsswaix tnleni, rxttt, giion, nonio 5olv>Ni rxxo j>c>tc;t,
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trneri, <I>>reii ei pr-wstiaari. gn-uilnni n, n,o rril, o»r->lni <venan jin>>), die ibni unteraebenen Seelen, von denen der Eid die in seinen«Sprengel oder.Kirchspiel sich aufhaltenden Nichtkatholike» nicht ausnimmt, zumGlauben seiner Kirche anzuhalten; daher ermähnen die Päpste in ihren Ablaß - undIndulgenzbrieseu, die Bischöfe in ihren Hirtenbriefen und Fastenmandaten. stetszum Gebet und Eifer für die Ausrottung der Ketzereien und Bekehrung der Ketzer;daher ward diese ein Hauptgeschäft der Jesuiten und Lazaristen, und mit welcherkein Mittel scheuenden Betriebsamkeit jene allemhalben unter Protestanten undGriechen, diese in Frankreich, der Pfalz und Polen Prosclvte» machten, ist ebensobekannt, als der Beifall und Lohn, den ihnen und andern Proselnrenmachern von«Mönchs-, Priester- und Laienstande Päpste, Prälaten und kath. Fürsten dafürgaben; daher besteht nicht nur zu Rom tiePropaganda (s. d.) zur Bekehrungder Ketzer und Heiden, sondern öffentlich anerkannt und reichlich unterstützt wurdezu demselben Zwecke auch eine Gesellschaft des kath. AdclZ in Ungarn , das zur Bil-dung von Missionnairs für die nordischen Reiche zu Linz errichtete Institut und mehrals eine ähnliche auf England und Holland berechnete Anstalt in Klöstern; daherhat der Papst die nordische Mission, zu der die in Niedersachsen und Skandinavien lebenden Katholiken und noch zu bekehrenden Protestanten gehören, dem Bischofvon Padei born als einen Theil seines Sprengels förmlich übergeben und in Vica-riate emgecheilt. Dieses wohlorgamsirke, stets mir Werkzeugen und Geldmittelnversehene Bekehrungssostem machte ohne Geräusch durch beharrliches Fortschreitenund kluge Benutzung der Gelegenheiten mehr und treuere Katholiken, als die Grau-samkeit der Dragonaden in Frankreich und der Lichtensteiner in Schlesien . RoherGewissenszwang waren die Maßregeln einiger kath. Regenten, die entweder Miß-handlung, Raub, Mord gegen ihre protestant. Unterthanen erlaubten, oder ihreGlaubenstreue durch Entziehung bürgerlicher Rechte, Hstiderung des Cultus undUnterrichts, verdoppelten Lreuerdruck, Verweigerung obrigkeitlicher Hülfe undähnliche O.uälereien zu ermüden suchten. Ungleich feiner geht dieProselytenmache-rei in einzelnen Fällen jetzt zu Werke. Sie faßt den zu Bekehrenden bei seiner Sinn-lichkeit, erschüttert ihn durch Drohungen, verheißt ihm Vortheile, überredet ihndurch Sophismen und ergreift, wo sie dem Herzen nicht beikommen kann, An-lässe, irgend einen rechtlichen Anspruch der Kirche an seine Person zu erbeben oderfür die Zukunft zu begründen. Wie dies in Staat,n geschieht, wo der Katholicis-mus herrschend ist, s. Religionsfreiheit. In gemischten und protestant.Staaten benutzt man die gemischten Ehen, dem kath. Gatten das Versprechen ab-zubringen, den protestant. zu bekehren und alle Kinder katholisch erziehen zu lassen,reclaiiurt man Kinder aus solchen Ehen, bietet man Kindern armer protestant. Al-tern freien Schulunterricht und Versorgung an, gewinnt man Noibleitende durchGeschenke und Hulfleistungen. Die den Katholiken in protestant. Landern jetzt zu-stehende Gle'chhttt der Rechte erleichtert ungeinein das Vorschreiten der Proselv