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Provenjalen
kennen, welche ihre Zeit von diesen Poesie davontrug, welche immer die Geister bil-dete, die Sprache bereicherte, die Männer zu Thaten begeisterte, und die Frauenanfeuerte, sich liebenswürdig zu machen. Die provenzalischen Dichter führtenauch den Namen romanische, weil man die Provenzal>prache auch noch die roma-nische nannte, aus welcher sie sich eigenthümlich gebildet hatte; ferner Trouba-dours (s. d.) und im Italienischen I',»,!,to,i. währ.nd die etwa« spätern nord-sranzösischen Dichter, welche in der franz. Spräche besonders Romane, die viel Un-sinn, alberne Märchen und Phantastereien enthalten (zuerst den damals so belieb-ten, aber langweiligen Roman von der Ricke), Heldengeoichte (von den 12 Pairs.Karls des Großen, von den Rittern der Tafelrunde und von den Amadissen),Comcs undFabliaux schrieben, und die besonders Karl VI. begünstigte, Trouv. re«genannt wurden. Der älteste Troubadour, den wir noch nach seinem Namen undseinen Liedern kennen, ist Wilhelm, Grafvon Postlers undGuienne (geb. 1011),der die Abenteuer ßines KreuzzugS besang, vor dem jedoch schon Andre gesungenhaben müsse». Denn Rapnouai d hat ein gereimtes provenzalssches Gedicht vomZ. 1000 gefunden. Der Zeitraum, in welchem sie blühte, reicht von 1090—1290(nach Dieß), und der schwärmerische Geist dieser Poesie erreichte seine Höhe von1140 und zu der Zeit, alsBerengar III. vom Kaiser Friedrich l. mit der Provencebelehnt worden war. Da waren nicht bloß die Großen und viele Damen in derProvence, sondern auch große fremde Fürsten (z. B. Richard Löwenherz ) und deritalienische Adel ganz für den Provenzalgesang entflammt. Die Reize der Pro-venzal'prache und d-sProvenzalgesangS verbreiteten sich nämlich gar bald in Italien (wo Folcketio der erste namentlich bekannte Provenzaldichter war) und in Spanien (limosinische Provenzaltichter), wo viele Füllten Dichter waren (wie AlsonS II.,Peter lll. und IV.), auch später m Siechen. InS Wunderbare spielt die Ge-schichte des auch von Dante gepriesenen Romeo (Pilger) de Villeneuve, Ministersdes 10. Grasen v. Provence , Raimond Berengar (von 1206 —14), die Baudrier1635 als Roman erzählt hat. Neu bearbeitet ist dieser Stoff in d. i»s-
7n>n> cnl nennlnie >!rl noliilr lbnnro Ibovone.u" (Turin 1824, 2 Bde.).Der Verfall des P, ovenzalgesangS trifft ins 14. Iahih., in dessen erster Hälfteman schon Preise (zu Toulouse goldene Veilchen, dann auch silberne Ringelblumenund Feldrosen) zur Ermunterung für Dichter ausbielen mußte. D>r L-tzre, denMillot, der Df. des Hauptwerks („IGt. litiöiuiro stet broubaelonii", Paris 1114, 3 Bde.) in diesem Fache, anführt, ist Jean Estcve de BlesiereS (um 128k).(Vgl. auch Manso s ?llhandl. im 4. Bde. der Nachträge zu Sulzcr.) Man warddieses Zeitvertreibs endlich ..berdrüsstg, der Verstand verdrängte die Phantasie,der Ade! verlor seinen Glanz, die fürstl. Begünstiger starben aus, die einstehendeHerrschaft der Könige aus dem französischen Hause begünstigte statt der Piovenzal»spräche die französische, auch fehlte eS an a^ioff, da die Rilterabenleuer auf.chr»ten; ein kräftiger Petrarca trat unter den Provenzalen nicht auf, und statt derSänger, die man, wenn sie selbst Troubadours waren. Meneiriers nannte, gab esnur noch Spielleme, Jongleurs, die den Namen Troubadoure mißbrauchten, unddie Verachtung der Leßlel n bewirkte auch das Vergessen der frühern bessern Dichter.Wir haben Noch viel von dem poetischen Nachlasse der Provenzaldichter, u. a. einigereligiöse Romane. Dieser Nachlaß ist nicht nur eine Probe des wictererwachendenGeschmacks der Europäer und ein Denkmal der damalige» Denkart und der dama-ligen Sitten unter den Gebildeten, sondern gibt auch den Allerthumsforschern vieleMaterialien. Wir geben dem Leser eine Probe von den Producten jener trcien»gugo (so nannten sie die Dichtkunst):
1) Nvmalilsch-provenz «lisch.ck>»n5 «.oiumkNi-« ms cbsnror,
Lksnt suA clisntsr 1s tzlnsnts et sißlor.
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