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Achter Band. O bis Q.
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Ptolemäer Pubertät 923

der Seele"), Dedekind, Suabedissen u. ?t. besonders bearbeitet worden. Auchgehören hierher einige Werke des trefflichen Schubert (z. B. „Ahnungen desmenschlichen Lebens" und „Srmbolik des Traums 0-

P t o l e m ä e r, der gemeinschaftliche Name der 13 griechisch-ägyptischen Kö«nige, welche nach Alexanders Tode bis auf die Zeit, wo Ägypten eine römischeProvinz ward (ungef. 290 I.), herrschten. Sie heißen richtiger (weil sie nicht alleden Namen Ptolemäus führten) Lagiden, von Lagus, dem Stifter der Dvna-siie. 1) Ptolemäus Lagi (d. i. des LaguS, eines Vlacedvniers, in der Tbat Phi-lipps Sohn), auch Soter (Retter, von den Rhodiern wegen geleisteten BeistcndeSgenannt), vorher Statthalter von ÄgvPten. reaierte 39 I. und starb 284 v. Ebr.Er verschönerte bilexandrien und gründete die Bibliothek daselbst. Sein S ohnund Nachfolger, 2) Ptol. II. PhiladelphuS, ein prachtliebcnder Fürst, soll Piole-mais und mehre Städte, sowie den Pha rus (s. d.), der jedoch von Einigen auchseinem Vater zugeschrieben wird, erbaut haben, st. 247 v. Ehr. 3) Ptol. Ever-getes, st. 221 v. Ehr z dessen Gemahlin war Berenice. Vorzüglich die'.' 3 erstenPtolemäer waren die Beschützer der Gelehrsamkeit in Alerandrien, Über sie unddie übrigen Ptolemäer vgl. AlexandrinischeS Zeitalter und Ägypten .S. Vaillant's, lIi<tmI.'I stioleinaooi»,» etc." (Amst. 1701, Fol.)

Ptolemais, s. ?l c r e.

Ptolemäus (Claudius), Geograph, Astronom und Mathematiker, geb.zu Pelusium in Ägypten um 70 nach Ehr., lebte zu Alexandria unter der Regie-rung des Hadrian und MarcuS Antoninus, soll gegen 80 I. alt geworden sein undwird als der Erste unter den Astronomen des Alterthums angesehen. Er berich-tigte das Fixsternverzeichniß des Hipparchus und entwarf Tabellen, mittelst welcherdie Bewegungen der Sonne, des Mondes und der Planeten berechnet werden konn-ten. Die einzstnen Beobachtungen der Alten wurden von ihm Zuerst gesammeltund in ein System gebracht, welches er in s. Werke: „Hlex-oX-, (13

Bücher) dargestellt hat (Basel 1538, Fol,). Sein Weltsystem (s. d.) istu. d. N. des Piolemä scheu bekannt. Um 827 wurde dieses Werk ins Arabischeübersetzt, und aus dieser Übers, welche den Titel „Almagest " führt, ist eS um1230 auf Antrieb des Kaisers Friedrich l l, ins Lateinische übertragen worden- Au-ßerdem gibt eS noch andre Übersetz, dieses Werks aus dem Arab . ins Latein. Eineandre wichtige Schrift des P. ist s „Geographie" in 8 Büchern. Er folgte beidieser Arbeit der Geographie des Marinus von Tyru«, welche nicht lange vorhererschienen war, bereicherte aber s. Werk mit zahlreichen Zusähen und Verbesserun-gen in Hinsicht auf die Längen und Breiten der One, sowie auf die Grenzen derLänder und Provinzen, denn er ist als der erste Schriftsteller anzusehen, welcherdie Lage der Orte auf diese Weise zu bestimmen suchte: auch enthält s. Werk dirersten Gründe der Theorie der Projection geoqraph. Eharten (zxr. et lal, c. t.al>.Aeagr. per älercalniem recagn. älonlnnn-, Leyden 1618, Fol.). So unvoll-kommen nun auch Vieles aus Mangel an Beobachtungen bleiben mußte, so ist erdadurch den neuern Geographen unendlich nützlich geworden. Außer diesen Hauptiwerken besitzen wir von P. noch andre chronolog. und astronom. Werke.

Pudert ä t, Mannbarkeit, bezeichnet die Lebensepoche, in welcher die Ge-schlechtsverschiedenheit sich in ihrem Gegensatze ausbildet, die Kindheit zu Endeund in das Iugendalter übergeht. Sie tritt in den südlichen Ländern früher alsin den nördlichen ein. In unsern Gegenden kann nian für das weibliche Geschlechtdas Alter von 13 — 15 Jahren, für das männliche das von 14 — 16 I. als diegewöhnlichste Zeit ansehen, in welcher sie erfolgt, indem nicht bloß das Klima, son-dern auch manche individuelle, ja selbst äußere Umstände dazu beitragen, daß eS baldfrüher bald später geschieht. Das römische Recht, nach welchem sich aber ebensowenig als nach andern positiven Gesehen die Nmur in ihren Erscheinungen richtet,