Buch 
Bericht der Mehrheit der nationalräthlichen Eisenbahnkommission
Seite
24
JPEG-Download
 

schwunghafter, die Lage der Getreideproduzenten dagegensehr gedrückt war, so haben wir zu erwiedern, daß hiersich eine jener Reaktionen fühlbar machte, deren Ursachenwir wohl hier nicht zu bezeichnen brauchen, deren Wir-kungen aber nicht in Anschlag gebracht werden dürfen,wenn es sich um die Abwägung der normalen Verhältnisseund der stetigen volkswirthschaftlichen Interessen han-delt. Indem wir daher an dem oben Ausgesprochenenfesthalten, drängt sich uns die Ueberzeugung auf, daß esfür die Schweiz gerade ein Motiv für Erstellung vonEisenbahnen mehr wäre, wenn sie sich durch dieselbeihre Getreidebezüge erleichtern könnte.

Dabei sind wir indessen weit entfernt, es dem acker-bauenden und vorzugsweise auf den Getreide-Ertrag an-gewiesenen Theil unserer Bevölkerung irgendwie zu ver-argen, wenn er aus seiner Produktion möglichst hohePreise zu ziehen wünscht, allein dagegen müssen wirprotestiren, wenn man hievon die Erstellung von Eisen-bahnen in der Schweiz abhängig machen wollte, undzwar umsomehr, weil wir den zerstörenden Einfluß,welchen man schweizerischen Eisenbahnen auf dielandwirthschaftlichen Verhältnisse der Schweiz zuzuschrei-ben bemüht ist, durchaus nicht anerkennen.

Wir wiederholen die Raisonnements nicht, welche mitbesonderer Beziehung auf diese Verhältnisse in zwei aufVeranlassung der Bundesbehörden verfaßten Schriftenso treffend ausgeführt worden sind, wohl aber feie esuns erlaubt, den Boden der theoretischen Beweisführungverlassend, einige Wahrnehmungen aus dem Leben sprechenzu lassen.

Seitdem die Kartoffelkrankheit zum erstenmal auchin unsern Feldern ihre Verwüstungen angerichtet Hai,verfolgen wir vvm Beginne des Frühjahrs an, man