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Bericht der Mehrheit der nationalräthlichen Eisenbahnkommission
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Bahnen zum Kohlentransporte, welche anfänglich ange-legt wurden, zuerst mit Pferdebetrieb, später mit sehrunvollkommenen Lokomotiven. Diese Unternehmungenblieben füglich der Privatindustrie überlassen. Eineneue Periode begann mit den Vervollkommnungen, welchedurch Seguin und Stephenson in die Konstruktion derLokomotive gebracht wurden. Die nunmehr erreichteSchnelligkeit der Bewegung ließ die Eisenbahnen alsein für den Personentransport sehr geeignetes Trans-portmittel erscheinen, allein in der Anwendung der Schie-nenwege kam man von einem Ertreme zum andern,denn die Adoption des englischen Bausystems machte dieAnlage äußerst kostspielig und die Bedingung der gera-den und ebenen Linien schloß den Zwischenvcrkehr aus.Daher die Anschauungsweise, daß die Eisenbahnen nurgut seien zur Verbindung einzelner großer Städte miteiner reichen Bevölkerung und einem übermächtigenHandel. Man betrachtete sie als Luxusartikel, um unsdieses Ausdrucks zu bedienen, und diesen Luxusartikelglaubte man der Privatindustrie überlassen zu müssen.2n England war man hiezu um so geneigter, als diedamalige Finanzlage etwas beengt war.") Andrerseitshatten die großen Eigenthümer in England die Erfah-rung gemacht, daß die Betheiligung an derartigen Un-ternehmungen sehr lohnend feie; und das Beispiel desHerzogs von Bridgewater war zu lockend, um nichtschnell eine Masse Kapitalien für Eisenbahnzwecke flüssigzu machen. So erklärt es sich, daß man die Eisenbah-nen der Privatindustrie überließ; so, daß diese sich der-selben schnell in großem Umfange bemächtigte, wozu

') Dieses Motiv dürste auch in Preußen wesentlich gewirkt haben.