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Die europäische Zuckerfabrikation aus Runkelrüben in Verbindung mit der Bereitung des Brandweins, des Rums, des Essigs und eines Coffee-Surrogats aus ihren Abfällen / beschrieben und mit Kupfern erläutert durch ihren Urheber Franz Carl Achard
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38
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öS

ift, wenn gleich das Unkraut häufig und fchneU wieder aufwächft, das miilifame undzeitraubende Jäten nicht mehr nölhig, und man reinigt den Acker leichter mit einerkleinen kurzflieligen Handhacke. Der Arbeiter durchgeht bey diefem Gefchäfte eilteine der Furchen, die dem zu reinigenden Beete angrenzt, überreicht folches zur'Hälfte der Breite, zerfrört nicht allein mit der Hacke das Unkraut, fondern lockertauch zugleich den Boden auf, und zieht folchen auf allen Seiten an die Pflanze an,fo, dals fie hehiiuft wird«); vor dem Abziehen des Bodens von den Pflanzen hat erlieh dagegen lehr zu hüten, weil [ich die Kopfe der Runkelrüben dadurch, dafs folchevon der Erde enlblülst werden , vergröfsern , und durch vermehrten Blattertrieb kraut-artig werden. Ift durch fortfchreilendes Vorrücken des Arbeiters in der einen Fur-che die Hälfte der Breite des Beetes gereinigt, und der ganzen Länge nach aufgelok-kert, fo fängt er eben diele Arbeit in der andern, demfelben Beete anftehenden Fur-che an, und bearbeitet auf gleiche Art. die andre halbe Breite des Beetes. Am heftenaber ili. es, an jedes Beet gleich zwey Arbeiter, einen in jede der angrenzenden Fur-chen anzuftellen; fie arbeiten alsdann gegen einander, und das Beet wird durch dieganze Breite zugleich fertig. 1

§• 7 g -

Nach diefer zweyten Reinigung der Rimkelnibenbeete, der damit verbundenenAuflockerung des Bodens und der Behäufung der Pflanzen, wachfen folclie fclmell,und die Blätter bedecken bald die ganze Oberfläche des Ackers; fie laßen daher keinUnkraut mehr aufwachlen , und die Pflanzungen erfordern nachdem bis zur Rüben-erndte keine weitere Wartung oder Bearbeitung.

§• 77 *

Weil die Art, wie bey der Einerndtung der Runkelrüben verfahren wird , gleichift, es fey, dafs fie durch diefes oder jenes Verfahren erzielt werden, fo werde ichjetzt darüber nichts fagen, fondern eilt, nachdem ich die andern bey dem Runkel-rüben-Anbau* anzuwendenden Verfahrungsavten befchvieben haben werde, das Ge-fchäft der Einerndtung belehreiben, und jetzt zur Anzeige der Cultur-Methode über-gehen, bey welcher der Saamen in abgemeflenen gleichförmigen Enifernungen den)Boden anvertraut wird, und wo die Runkelrüben ebenfalls, fo wie bey dem Anhaudurch Akusfäcn desSaamens, unverrückt auf der Stelle, wo fie aus dem Saamen aufge-keimt find, ihre voliftändige Ausbildung erhalten.

a) In meinen Irübcrn Schriften über (len Anbau (1er tlunkelriiben habe irb das Behäufeln der Rübenpflanzen nichtangerathen. Der lliibenban auf den Qütliern des Herrn Major I'reyherrn von Koppj* Jmt mich aber von demNutzen des Anhiiufens völlig überzeugt, indem'dadurch der Vergrüfserung des krautartigen Kopfs entgegengearbeitet wird, und auch die IUiben gegen die nachtheiligen Wirkungen früher Froite durch (liefe Bedeckunggefchürzt werden.