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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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40
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man Linsen oder Lupen. Man muß auchhier, wie in §. 28. einen Unterschied machen,ob die erhabene oder die hohle Seite der Kugel»flache nach außen gekehrt ist; im ersten Falleheißen sie erhabene Gläser oder Co »ver-glaset-, im -weiten Falle Hohlgläser, hohleLinsen. Von beiden hat man wieder mehrereEin-Heilungen, auf welche wir uns hier nicht ein»lassen können Die wichtigsten Gesetze der Bre-chung der Lichtstrahlen durch Linsen sind folgende c

1) Wenn auf konvexe Gläser paralleleStrahlen nahe bei der Axc des Glases einfallen,so werden sie so gebrochen, ' daß sie hinrer derLinse nach der Äxe des Glases zusammengehen,sie vereinigen sich dann in einem Punkte, welcherder B re nn pu n k t der Linse heißt. Die Ent-fernung dieses Punktes von der Krümmung desGlases, heißt die Brennweite. Hinter die-sem Punkte durchkreuzen sich die Strahlen wie-der und werden divcrgircnd. — Convcrgirendeinfallende Strahlen werden nach dem Brechennoch mehr convergircnd. Divergirend einfallendeStrahlen können nach Verschiedenheit der Um-stände parallel oder convergircnd werden, oderauch divcrgircnd bleiben, jedoch in geringermG äbe als sie es vor dem Brechen waren.Wegen dieser Eigenschaften nennt man solche er-habene Gläser auch Sammlungsgläser, Colrlectivgläser.

2) Wenn aufH o h lg la se r parallele Strah-len einfallen, so werden sie nach dem Brechendivergirend, und zwa- werden sie so zerstreut,als ob sie alle aus einem Punkte ausgegangenwären, der näher vor dem Glase liegt; diesenPunkt nennt man den Zerstrenungspunkt,