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>uan es wieder in die einfachen Farben ausgelöste,aus denen es entstanden war. Wenn man hin,gegen den einfachen grünen Strahl, der aus ei,nein Prisma ausgehet, auf ein anderes Prismafallen läßt, so wird er weiter nicht gebrochen,sondern beha-'t sein eigenthümliches Grün (K. 47).Eben so unterscheidet sich auch die aus dem ro<then und gelben Strahl entstandene Orangefarbeoon dein einfachen oranqeqelbcn Strahl. Mannennt die starben, die durch Vermischung zweieroder mehrerer^ einfacher entstanden sind, gc«mischte, zusammengesetzte starben.
Solche staracn; die in der Reihe der pris,matischcn nicht allzuweit auseinander liegen, ge«ben, wenn sie vermischt werden, eine Farbe, dieder mittlern prismatischen ähnlich ist; dies gerschiehet aber nicht, wenn sie weit auseinanderliegen, z. B. Orange und Zndigoblau giebt nichtgrün.
Man nennt die einfachen Farbe» auchGrundfarben. Es haben zwar einige Phyrstkcr die Zahl.der einfachen Grundfarben aufweniger herabsetzen wollen, z. B. Wünsch u),welcher nur drei einfache Grundfarben annimmt.Roth, Grün und Violett, das Orangegelb aberais aus dem lebhaftesten Roth und dem schwärchcn Grün, das Geibe ais aus dem lebhaftestenNoth und dem lebhaftesten Grün rc. zusammengerseht ansiehst. Allein, wenn man den oben angergebcncn Unterschied zwischen homogenen und heterrogcnen L'.cht vor Augen behält, so kann mannicht weniger als sieben einfache Grundfarbenannehmen.
a) Versuche und BeoüachlUngcn über die Farben desLichlS von C. E. Wünsch, deipzig 1792.