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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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auch die englischen Gelehrten an, diese Kunstihrer Aufmerksamkeit zu würdige».

§- 97 -

So wie übrigens in Italien , Frankereich und den Niederlanden der Unterschiedzwischen ScköN! und Schlechifärber seit langegewesen, so findet er sich auch in England vonfrühen Zeilen an bis sehr spät, so bafi Blau,Roth und Gelb blos für den Schönfärber g«hörte, D'aun, Falb und Schwarz aber ebensowohl ön < als Schlechtfärber verfertig«»dürfen; jetzt aber ist dieser Unterschied mit Rechtganz aufgehoben.

§- 98 -

In Deutschland das in den mittlernZeilen überhaupt wenig Manufakturen hatte, kamauch die Färbekunst weit später in Aufnähme alsin den angeführten Ländern. Alle dle schönen,hohen und lebhaften Farben, deren dle deutschen Schriftsteller damahliger Zeit Meldung thun, er;hielten unsere Vorfahren von den Italienern, sowie diese sie von den Griechen erhandelten.Nur vor die schwarze und braune Farbe hattendie Deutschen eigne Färber, allein diese Färbereierstreckte sich blos auf Leinwand und schlecktewollene Zeuge, auch wußte man damals denFarben noch keine Festigkeit zu geben.

§ 99 -

Es fanden sich indessen in der Folge immermehr Leute, die diese Farben verfertigten, wes«halb sich die ersten Färber genölbiget Iahen, ineine Zunft zu,ammcn zu treten, um sich und ihr