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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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mit den Mctalloriden statt zu finden. Für dieFärbekunst läßt sich also hiervon nicht viel er-warten.

Von der Molybdänsäure und ihren Ver-bindungen.

§. 592.

Die Molnbdän säure, ober Wasser»biet säure besteht aus Molybdäumerall(§. 452.) und Sauerstoff. Man seht sie ge«wohnlich erst durch Kunst zusammen, und be«dienet sich zu ihrer Dereiiung des Molybdän-erzes oder sogenannten Wasserbleies (dasman aber nicht mit Reißblei verwechseln darf).Das Molybdänerz findet sich hin und wieder inGruben, ist fertig von Gefühl, hat eine Blei»färbe, ein blättrigcs Gcfüge, und ist so weich,baß man es mit dem Nagel schaben kann. Aufglühende Kohlen gelegt verbreitet eS einen star-ken Schwefelgeruch. Es besteht aus Molybdän«metall und Schwefel, enthält auch gewöhnlichetwas Eisenoxid.

§. 393 -

Um die Molybdänsäure zu gewinnen wird«in Theil feinzerriebenes Molybdänerz unterbeständigen Umrühren in einen geräumigen Schmelz-tiegel bei mäßigen Glühfcuer so lange geröstet,bis kerne Schwcfeldämpfe mehr aufsteigen, unddas Pulver allen Glanz verlohren hat, dann daSgeröstete Erz mir zwei und einem halben Theilegereinigter Polasche und einer hinlänglichen MengeWasser gekocht so lange als sich noch etwas aus«