löst, hernach die Flüssigkeit filtrirt, und so langemit Salzsäure versetzt, als noch ein weißer Nie»derschlag erfolgt. Dieser ist die Molybdänsäure;man sammelt sie tm Filtro, wäscht sie einigeMaßle mir destillieren! Wasser aus, und trocknetsie im Schatten. Obgleich die auf diese Art er»haltcnc Molybdänsäure tm strengsten Sinne nochnicht völlig rein ist, sondern erwas von demNiederschlagungs - und Auflösungemittel in sichembält, so wird sie doch zu Verbuchen in derFärberei hinlänglich rein seyn.
§. 594 -
Der Vorgang bei der Gewinnung dieserSäure auf die angezeigte Art ist folgende: durchdae Erhitzen bet dem Zugänge der Luft, oderdas Rösten wird der Schwefel verflüchtiget, dasMolybdän aber oxidirt, oder in Säure verwart»delt. Wird nun das geröstete Erz mit demKali behandelt, so verbindet sich die Säure mitdem Kalt, und läßt bei der Auflösung im Was,ser das Eisen > und Manganoxyd zurück. Salz»säure die in die Auflösung gebracht wird, be»mächtiger sich des Kalt, verbindet sich damit zusalzsauren Kali, das in der Flüssigkeit aufgelöstbleibt, während sich die Molybdänsäure abscheidet.
§. 595 -
Die Molybdänsäurc erscheint in Gerstakt eines weißen Pulvers, und ist tm Wasserso schwer auflösbar, daß em Theil derselbengegen 570 Theile Wasser zur Auflösung braucht.Sie besitzt einen eigenthümlichen metallischen Ge»schwach. Zm Feuer schmilz üe leicht, und ver»flüchtiger sich als ein weißer Dampf, der sich an