kalte Körper in Gestalt kleiner gelblichtweißerNadeln anlegt.
tz. 596.
Aus der Molybdänsäure läßt sich durchGlühen mit etwas Fett leicht das Molybdänme«tall darstellen, allein um eS in geschmolzenemZustande zu erhalten, muß man das allerheftigsteFeuer, und besondere Handgriffe anwenden. Wennman einen Theil Molybdänmetall fein zerreibt,mit zwei Theile» Molybdänsäure genau vermengt,und allmählig heißes Wasser zuseht, dann nocheinige Zeit mit Wasser sieden läßt, so erhaltman eine dunkle indigblaue Auflösung, welcheschnell verdunstet einen dunkelblauen Rückstandhinterläßt, der in einer geringen Menge Wassersich wieder zu einer schönen blauen Flüssigkeitauflöst, die auf Lakmuspapter wie eine Säurewirkt; ich halte sie für eine molybdä nichteSäure die durch eine Vertheilung des Sauenstoffs entstanden ist.
§- 597 .
Die Molybdansäure verdient alle Aufmerk«samkeit, und dürfte für die Farbekunst sehr wich«tig werden. Nach Jägers Versuchen kann dieMolybdänsäure in gemeinschaftlicher Wirkung mitdem Zinn zur Hervorbrtngung schöner blauerFarben angewendet werden, die auf einen gelbenGrund gesetzt, auch schöne grüne Farben geben.Hier wirkt also die Säure selbst als Farbestoff.Nach Hermbstädks angestellten Versuchen die«ner sie auch zur Befestigung anderer Farben alöDeitzinittkl.