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§. 643 -
Man bedarf in der Färbekunst seltener dieEssigsäure. und in der Kattundruckerei ist es ge»wöhnsich den Essig selbst sehr häufig zur schwär«zen Deitze, so wie zur Bereitung anderer Bethen zu gebrauchen. Es kömmt hier darauf an einenEssig anzuwenden der reich an Säure und arman Extraktivstoff ist. Hier will ich eine Vor«schrift zu einem Essig geben, der dieses leistet,und den sich ein Zeder leicht selbst verfertigenkann: Man nimmt zo Maaß Brunnen was«ser und löset barinne durch Kochen 12 Loth ge«pülverten Weinstein auf. dann setzt mannoch zwei Pfund Honig hinzu, und füllt allesauf ein kleines Faß, das man vorher mit hei»ßem Essig ausgebrühet hat. Wenn die Flüssig«kett sich abgekühlt hat, so setzt man noch 3 Maaßrektifizieren Brandewein und Z Maaßguten Essig hinzu, bedeckt das Spunkloch miteinem Tuche, und legt das Fäßchen im Winterin die Nähe des StUbenofens. im Sommer aberauf den Boden, und läßt es ruhig liegen. Nachsechs Wochen ist es in einen Essig von vorzüg«sicher Säure und Reinheit verwandelt worden,der so farbenlos wie Wasser ist, und nie kahntoder verdirbt. Man kann auf diese Art mehrerekleine Fässer zugleich ansehen, um größere Quan«titäken zu bereiten. Zu bemerken ist noch, daßdie Fässer mit der Flüssigkeit nicht ganz angefülltseyn müssen.
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Wollte man einen ganz reinen Essig zu ver«schieden«, Bereitungen haben, so muß man diesen