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Essig der Destillation unterwerfen. Zu dem Endeschüttet man eine beliebige Menge Essig in einekupferne Destillirblase, die mit einem zinner,nen Helm, und zinnerner Kühlröhreversehen ist, lutirt die Fugen und destillier solange bei gelindem Feuer, bis die Flüssigkeit an,fängt einen brenzlichten Geschmack anzunehmen.Man erhält eine farbelose Saure, welche mandestlllirten Essig nennt, die rein von fremdenSäuren und Salzen ist, auch keinen Schleimwohl aber noch viel Wasser enthält, und dahernicht saurer schmeckt, als der Essig zuvor. Esbleibt auch bei dieser Destillisatton ein gutesTheil Essigsäure in der Blase zurück, die mannicht mit übertreiben kann, ohne die dabei be,findlichen unzersehten schleimigen Theile zu zer,stöhren, die dann der übergehenden Säure einenÜbeln brandigen Geruch und Geschmack ertheilen.Schüttet man den achten Theil ausgeglühte ge,pülverke Holzkohlen gleich mit in die Blase, sokann man die Destillation weiter fortsetzen, ohneein Anbrennen zu befürchten.
§- 645.
Um den destlllirten Essig von seinen über,flüssigen Wasser zu befreien und zu konzen«triren bedient man sich der Kalke. Man setztim Winker den destlllirten Essig in irdenen Töpfeneiner starken Kälte aus. Die wässerigen Theiletreten zusammen und bilden Eis, während diesauren Theile flüssig bleiben. Man bohrt Löcherin die Eisschollen, und läßt die Säure ablaufen,die nun bedeutend saurer ist, als zuvor. DiesesVerfahren kann man freilich nicht zu jeder Zeitanwenden, auch bleibt es immer kostspielig, weil