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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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des blausauren Kalt, freilich mit überschüssigemKai. Neutralisirt man das überschüssige Kalimit einer Säure, so schlägt die Flüssigkeit jetztdas Eisen aus seinen Auflösungen mit einerschönen dunkelblauen Farbe nieder die unter demNamen Berltnerblau bekannt ist. DiesesBe:itnerblau ist also ein blau säur es Eisen,oxid.

Tnmerk. llm das käufliche Berlinerblau zubereiten neutralisirt man die Lauge nicht erst miteiner Säure, sondern versetzt sie qleich mit einerAuflösung von Alaun und Eisenvitriol.Das freie Kali schlägt dann aus dem Alaun dieThonerde nieder weiche die dunkle Farbe desNiederschlags mehr aufhellet. Dieses käuflicheBerlinerblau besteht also aus Thonerde, Ei-senoxid und Blausäure, je Heller seine Farberst, desto mehr enthält es Thonerde.

§. 660.

Wenn man einen Theil rothes Queck-silberoxid (§. 404.) mit zwei bis drei Thei-len feinzerriebenen Berlinerblau undeiner gehörigen Menge destillirtem Wasser ineiner PorLellainschale so lange kocht, bis mankein rothes Oxid mehr bemerkt, alsdenn allesauf ein Filkrum bringt, so läuft eine wasserhclleFlüssigkeit ab, die aus einer Verbindung dcSQuecksilberoxids mit der Blausäure be-steht, oder eine Auflösung von blausauremQuecksilber ist. Auf dem Filkrum bleibt dasEtsenoxtd des Berlinerblau zurück, und wirddurch etwas kochendes Wasser vollends ausge-laugt. Die Auflösung zur Trockne verdunstetgibt baS blausaure Quecksilber in Gestalt einesgelblichen Pulvers. Uebergiesik man dieses ineiner gläsernen Retorte mit Salzsäure, und lu-