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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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361
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salzfaure Kalt (Digestivsalz). Ma,findet es häufig in der Asche der Pflanzen unddaher ist es ein beständiger Begleiter der Pottasche. Es kristallisirt in Würfeln. Das salz«saure Na lrum. Es ist dieses das gewöhn«liche Kochsalz oder Küchensalz. Auch dasSteinsalz und das Meersalz sind nichtsanders als salzsaures Natrum. In der Färbereiund in der Kunstbletche wird davon häufig An«Wendung gemacht. Beide Salze verlichren imFeuer ihr Kristallwaffer, und zerspringen mitKnistern in kleine Stücke. Durch bloscs Feuerläßt sich aus ihnen die Säure nicht auskreibcn.Der salzfaure Kalk wird im Rückstände derDestillation bei der Bereitung des Aetzammoniaks(§- 340.) angetroffen. Es ist ein äußerst zer«siießliches, bitter« und scharfschmeckendes Salz.Der salzfaure Barit wird gewonnen wennman den kohlenstoffsauren Barit (§. 321.) inSalzsäure auflöst. Er schießt in tafelartigen ander Luft trocken bleibenden Kristallen an, unk»dient vorzüglich zur Entdeckung der Schwefel«säure, und zur Reinigung des Wassers von schwe«felsaurei» Salzen; auch wird er als Deitze anzu«wenden seyn. Der salzfaure Strontianschießt in säulenförmigen Kristallen an, die ander Luft trocken bleiben, und sich im Alkoholauflösen. Diese Auflösung brennt mit einercarminrothen Flamme. Das salzfaure Am«moniak (Salmiak) wird fabrikmäßig bereitet,und ist ein flüchtiges Salz; man erhält es ent«weder durch Sublimation bereitet in Broden(sublimirter Salmiak), oder in Gestaltvon Zuckcrhüthen (kristallisirterSalmiak).In der Färberei bedienet man sich des Salmiaks