Buch 
1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
Entstehung
Seite
365
JPEG-Download
 

sttzirte Salzsäure), eine Substanz die imfreien Zustande gasförmig erscheint, oder vielmehrals ein Mittelding zwischen Gas und Dampf,denn sie besitzt eine grünlichgelbe Farbe, undverwandelt sich in einer Temperatur die einigeGrade unter dem Gefrierpunkt des Wassers ist,in eine feste kristallinische Masse. Das oxydirtesalzsaure Gas besitzt einen unerträglich scharfenGeruch, und kann ohne den größten Nachtheilnicht eingeathmet werden. Kommt etwas vondiesem Gas mit atmospärischen Gas vermischt,in die Lunge, so erregt es. einen krampfhaftenHusten. Alle Pflanzen und ihre Blumen werdenin diesem Gas entfärbt, oder die Farbe vielmehrso zerstöhrt, daß sie sich nicht wieder herstellenläßt. Selbst die so beständige Zndiganflösungin Schwefelsäure verliehrt ihre Farbe in diesemGas. Phosphor entzündet sich in diesem GaSvon selbst, auch thun dieses mehrere Metallez. D. Spiesglanzmetall. Leinewand wird indiesem Gas weißer. Wolle und Seide aber wer»den darinne gelb gefärbt. Im kalten Wasserlöset sich dieses Gas auf, und stellt dann damit«ine liquide oder tropfbarflüssige oxyedirte Salzsäure dar.

§. 686 .

Die oxidirte Salzsäure entsteht jedesmahlda, wo Salzsäure mit Sauerstoff in Verbindungtritt. Vor allen Dinge» aber wendet man zurBereitung dieser Säure Mekallo.ri)de an, dieeinen großen Ueberschuß an Sauerstoff besitzen,z. B. Manganopid (Braunstein). Wennman einen Theil gepülverres schwarzes Manganivzpd mit drei Theilen Salzsäure in einer gläseri