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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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366
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nen Retorte übergießt, in den Retortenhals einegläserne Röhre einkütlet, die mit dem einenEnde aufwärts gekrümmt ist, die Mündung dieserRöhre unter Wasser legt, und nun die Retortegelinde erhitzt, so entwickelt sich das oxidirtesalzsaure Gas, und kann in mit Wasser angefüll,ten gläsernen Flaschen aufgefangen werden. Da»mit aber das Wasser nicht gleich so viel von demGas absorbirt, so nimmt man warmes Wasser.Bei diesem Versuche, so wie bei allen Arbeitenmit oxidirrsalzsaurem Gas, muß man sich denMund und Nase mit einem Tuche verbinden,das mit einer schwachen Potaschrnauflösung gc<tränkt ist, um das Gas für die Lunge unschäü»lich zu machen.

§- 687 -

Will man hingegen die oxidirte Salzsäurenicht in Gasgestalt aufsammeln, sondern blosliquide oxidirte Salzsäure verfertigen,so sammelt man das Gas in großen gläsernenFlaschen auf, die man nur zur Hälfte mitdem Gas anfüllen läßt. Sie werden verstopft,und oft geschüttelt, worauf das in den Flaschengebliebene Wasser das Gas allmählig absorbireuwird.

§- 688 -

Will man die liquide opibirte Salz»säure im Grössern sich verschaffen, so bedientman sich folgender Vorrichtung: man läßt sichaus Düchenholze ein dichtes Faß verfertigen,das wehr hoch als weit ist, und ohngefähr 202Maaß Wasser (ä 2 Pfund) enthalten kann.Der eine Boden des Fasses muß herausgenorn: