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Johann Jacob Breitingers critische Dichtkunst : worinnen die poetische Mahlerey in Absicht auf die Erfindung im Grunde untersuchet und mit Beyspielen aus den berühmtesten Alten und Neuern erläutert wird / Johann Jacob Breitinger ; mit einer Vorrede eingeführet von Johann Jacob Bodemer
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sich seyn. Vorzug derer Character, die nicht allzuaußerordentlich sind. Nachtheil der allzu gemeinen.Ein Eharacter muß sich selber gleich seyn. An-merckung daß alle Handlungen einer Person mit derHaupt-Summe des Charactcrs, und nicht bloß ei-ner Eigenschaft desselben zutreffen müssen. Kunst-griff wie die poetischen Character über die gewöhnli-chen erhoben werden können. Aristoteles Regel da-rüber , mit Daciers Anmerckung. Die Reden sindder Erfolg und die tzmtersatze der Character. Esist genug, wenn sie eine Verhältniß-Wahrheit ha-ben , d. i. wenn sie in Beziehung auf die Personender Redende» wahr sind. Homers Vortrefflich-keit in orstionibus morskls. Dirgils Mangel in diesemStücke. Vertheidigung deren Reden, die Homerden Streitenden zuschreibt. Rettung derjenigen, diean Pferde, und an Verstorbene gerichtet sind. DieGemüthes-Meinungen oder Sprüche der Personensind Stücke ihrer Reden. Unterschied zwischen ge-meinen Wahrheiten und solchen charactermafflgenSprüchen. Vorzug Homers über Virgil, was dieseanbelanget. Lsngins Erhebung eines Spruchs, denHomer dem Ajax in einer plötzlich entstandenen Dun-kelheit zuschreibet.