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Johann Jacob Breitingers critische Dichtkunst : worinnen die poetische Mahlerey in Absicht auf die Erfindung im Grunde untersuchet und mit Beyspielen aus den berühmtesten Alten und Neuern erläutert wird / Johann Jacob Breitinger ; mit einer Vorrede eingeführet von Johann Jacob Bodemer
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Der cilfte Abschnitt.

Von etlichen absonderlichen Mitteln dieschlechte Materie aufzustützen.

(VlIn solches Mittel ist, wenn die Dinge nach der-^ jenigen Seite abgemahlet werden , die zu unsernAbsichten am beförderlichsten ist. Wie Alb. tzallerdie verachteten Alpen - Bewohner mittelst dieses Kunst-griffes als glückselig vorgestellet. W.e Opitz dadurchdie Einfalt der alten Zeiten in Absicht auf die Bau-Kunst erhoben. Wie tzaller die Ehre ihres Glanzesberaubet und verächtlich gewachst hat. Wie er einenLandbezwinger in einen Strassenraubcr erniedrigt. Wiedie göttlichen Schriften dem Poeten in dieser Arbeitzu statten kommen , indem sie viele verkehrte Begriffevon dem Werth der Dinge zurecht setzen. Ein anderesMittel ist , wenn der Poet in den Gegenständen ver-borgene Umstände entdecket. Wie Brockes den Um-stand von dem Schweigen der Sonne angemcrckct hat.Von Opitzcn angcmerckte Umstände von der MäuseSpiclsmit Degen , und der Spinnen weben in einemtzelme. Ein solches Mittel ist auch der rechte Ge-brauch der Umschreibungen. Zweck derselben. Schran-ken , dadurch sie in ihrem Gebrauche cingefassek wer-den. Untersuchung der Stelle Platons von den gül-denen und silbernen Reichthümern, welche von Long.nunter dem Nahmen einer Umschreibung getadelt wo.«den. Opitzens geschickte Umschreibungen, womit erdas Gold jczo verächtlich machet, dann lobet; austzoratz nachgeahmet. Eine Umschreibung Opitzens, inwelcher er eine Sache durch Wegräunmng dessen, wasihr nicht zukömmt, kenubar macht. Nutzen der Um-schreibung schamvolle und eckelhafre Dinge vorzustellen.Ueberspamms Lob , das Longin einer UmschreibungAa 5 des