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Der zwölfte Abschnitt.
Von der Wahl der Umständeund ihrer Verbindung.
f^Ie Wahl und Verbindung der Umstände hat ih-^ ren Nutzen in allen Vorstellungen , nicht in demErhabenen alleine, wie Longinus meinet. Die Wahlder Umstände muß sich nach der besondern Absicht ineiner Stelle richten , wie die besondern Absichten nachder Haupt - Absicht. Der Einwurff , daß die Har-monie der Absichten die Mannigfaltigkeit der Eindrückeaufhebe , wird beantwortet. Die Wahl der Umständeist , wie die Bestimmung der Absichten , ein Merckdes guten Geschmackes. Unendliche Verschiedenheitder besondern Absichten ; welche ein Systems der Re-geln des guten Geschmackes unmöglich machet. Daßder Geschmack überhaupt lehre verheeleu, was der be-sondern Absicht nachtheilig ist , und erwehlen, waSsie befödert. Homers Nachdruck in dem Stilleschwei-gen des Ajax. Seine Geschicklichkeit in den Vorstel-lungen der Grösse seiner Götter, und in den Stür-men , mittelst der Wahl und Verbindung der Um-stände. Longins Anpreisung der Beschreibung desreisenden Neptuns. Rettung derselbigen gegen dieBeschuldigung des Herrn von La Motte. Lob, dasLongin den Beschreibungen der Stürme bey Homerbeyleget. Ovidius Beschreibung der Sündflut, gegendie Einwürffe des Seneca und des Muratori erwo-gen. Horatzcns übereinstimmende Bilder mit des Ovisdius. Samt - Amands gleichmässiges Bild gegen Boi-leau entschuldiget. Lheopomps Beschreibung der Ge-schencke, die einem grossen Könige gebracht worden,aus Longin. Homers Beschreibung der Schilde undder Verwundungen gegen La Motte vertheidiget. DieD d ; Aus-