der Natur.
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historische, und dieses das poetische Wahrenennen : Beyde dienen zwar zu unterrichten,aber das leztere hat noch den besondern Vor-theil , daß es uns zugleich durch das Ver--wundersame einnimmt und belustigt, da esDinge, die nicht würcklich sind , in unsereGegenwart bringet; und eben hierinnen lie-get der Grund des Ergehens, das von derMaterie der poetischen Schildereyen herrüh-ret ; wie Aristoteles im zweyten Cap. des er-sten B. von der Rhetorick mit diesen wenigenWorten zu verstehen giebt: ^ -r-c
^ Der Mensch hat von Natur eine ange-bohrne unersättliche Wissens-Begierde, die-se erstrecket sich so wohl auf das Möglicheals auf das Würckliche, ja die Erfahrunglehret, daß der Mensch noch viel begierigerist , das Mögliche und Zukünftige zu erfor-schen , als sich das Würckliche und Gegen-wärtige bekannt zu machen. Die Erweite-rung unserer Erkenntniß geschieht darum nie-mahls ohne Ergehen, und dieses Ergehen istum so viel grösser, je grösser die Begierde ge-wesen , von einer Sache unterrichtet zu wer-den , und je selhamer und wunderbarer dieSache ist, von welcher wir unterrichtet wer-den. Cicero hat im ersten B. von den Pflich-ten des Menschen angemercket, daß die Er-kenntniß des Wahren nothwendig Lust ge-bähten müsse, eben wie hingegen die Erkennt-