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Johann Jacob Breitingers critische Dichtkunst : worinnen die poetische Mahlerey in Absicht auf die Erfindung im Grunde untersuchet und mit Beyspielen aus den berühmtesten Alten und Neuern erläutert wird / Johann Jacob Breitinger ; mit einer Vorrede eingeführet von Johann Jacob Bodemer
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Von der Esopischen Fabel. 22-

Schlüsse wohl zufrieden, daß wir mit euchauf einerley Gedancken gefallen sind, oderwir sind euch verbunden, daß ihr uns etwasbesseres als wir gedachten, gelehret habet.,.Und etwas weiterhin setzet dieser Kunstleh-rer hinzu : Der Verstand sieht es mit Ei- fersuchtan,wenn man ihm eineProbe weg- nimmt, so er gegen sich selbst von seiner eigenen Scharfsinnigkeit ablegen kan; und,, er kan ohne Verdruß nicht wahrnehmen, daß man ihn eines Anlasses beraubet, wo er sich hätte groß machen können. Die vornehmste Kunst ist, daß man ihm so viel-,, mahl, als möglich ist, Anlaß dazu ver-schaffe; alsdann können wir versichert seyn,daß er uns deßwegen Danck wissen wird.,, Er wird uns um so viel lieber vor scharffsin- nig und geistreich erkennen, als wir ihm Anlaß geben werden, sich selbst diese Ei- genschaften zuzuschreiben. Und diese Ur-sache, die sich aus die Natur der Menschengründet, ist auch viel gültiger, als wennHr. Triller eben dieselbe Regel aus der unge-schickten Vergleichung mit einem Epigramm«oder Sinngedichte herleiten will. Wie nundieses in Absicht aus eine jegliche Fabel ins-besondere seinen guten Grund hat ; so kanman hingegen einem Schreiber, der ein gan-zes Buch voll Fabeln auf einmahl liefert,dießfalls eine mehrere Freyheit verstatten,weil eine andere Regel, die ebenfalls in derP z menssb-