46s Von der Wahl
eben so unberathen. Diese Zeilen zeigen unsweder den Ort, wohin sieb Wittekind andem Gestade begeben, nocb die Art, wie ersich da behalfen habe. Das niedrige Ge-sträuche stellet ihn nicht genug sicher vor demAnlauffe der Wellen, vor wilden Thieren,und Menschen. Wir sehen nicht, wo in -dem Gesträuche das Laub in solchem Ueber-stuß hergekommen sey, daß es ihn bedeckenund vor der strengen Luft verwahren mögen.Wir finden wenig Vorsicht bey ihm, er lei-det mehr, als er thut, und seine Erhaltungkömmt von dem blossen Zufall. Auf diesemist alle Wahrscheinlichkeit derselben gegrün-det, welches aber unsere Sorge für ihn we-der unterhält noch vergnüget. Wenn wirHomers Ulyssen dagegen in einem gleichmäs- ^sigen Zustande betrachten, so werden wir aufgantz andere Weise gerühret, und Postels >Erzehlung ist davon kaum ein übelgerathenerAuszug zu nennen, wo man noch einige zer- !tretene Fußtapfen von dem Originale ver-spühret. So bald Ulysses sich auf den Binsen !im Trockenen befunden, küssete er das Land;ein kleiner Umstand, der uns doch das Hertz ^desselben ausschließt; und sagte seufzend-zu ^sich selbst:,, O ihr Götter, was habe ich„ noch zu leiden l Was wird noch mit mir„ werden l Bringe ich die Nacht an dem« Flusse zu, so wird mich die kalte Nacht,
„ oder der ungesunde Morgenthau, des ge-
ringen