88 Lehre der alten Physicorum.
ausgegossen, in ein Dampfbad gesetzt, den auf-gepreßten Eiquot wieder aufandern Wermuthgegossen und das 2. 3. mal repetirf und denLiquorem per alterationem oder lange gelindeWarme purikcirt.
Eben so kan bereitet werden, Holzklee,Genserich, guter Heinrich, Ochsenzung, Ca-millen, Scheelkraut, Storchschnabel, scabiosaund andere, und also deren beste Tugend er-forschet werden, absonderlich wird durch diesenBalsam das rohe und schädliche in den Krau-tern Z. E. i» chelidonia corrigirt.
Principia Phyfiognomica.
A lbertus Magnus spricht 1 Physiognomieunum est fundamentum, quod illius anima-lis homo accipit operationes, cujas in uno velplurimis membris accipit formam Eth. lib. r #tract, vri. c, I. das ist ‘ Die Physiognomiegründet sich auf diß eintzige Fundament, weitDer Mensch die Zuneigung des jenigen Thiersauch überkommet, dessen Figur er in einen odermehr Gliedern vorbildet. Diesem Fundament,welches Albertus M. das eintzige nennet, setzenwir mit gutem Grunde an die Seite, das an-dere, wo mcht in grösserm doch gleichen Werthzu haltende Fundament, nehmlich die Lehrevon den Temperamenten.
§. r.