Sammlung Hyppocratr'scher Sätze, uz
Ali den ersten Tagen, wann sich die Fruchtm Mutterleib gestürzet hat, gehet weniger Blutgegen die Mutter, als hernachmal. Dannwann sich das Bluthauffig und schnell dorthinzöge, so könnte die Leibesfrucht nicht mehr Lufftschöpfen, sondern müßte wegen dem Ueberflußdes Blutes ersticken. Hingegen aber wird die-ses zur Zeit der Reinigung wiederum ersetzet.Dann nach der Geburth ist dle Reinigung inden ersten Tagen sehr stark, hernach weniger,biß sie endlich aufhöret, (de natura pueri.)
Die Nabelschnur, durch welche die Leibes-frucht ihren Athem und Nahrung in sich zie-het, ist das einige Stück, das an der Mut-ter hanget, und durch dieses wird die Fruchtalles desjenigen theilhaftig, was die Muttergenießet. Die übrige Theile seynd alle verschlos-sen und öfnen sich nicht eher, als bey der Ge-burth des Kindes. Wann es also zur Geburtkomt, so erweitern sich alle übrige Theile, nurdie Nabelschnur ziehet sich zusammen, wirddünner und verdorret. (de (Mmestri.)
Ein Kind, welches noch in der Mutter ligt,drücket die Leffzen zusammen und sauget mMutterleibe, und ziehet auch die Nahrung undden Athem, wann die Mutter Athem holet,in das Herz ein, welches besonders bey Kna-ben sehr warm ist. (de principiis.)
Em Kind in Mutterleib ziehet das Süßestean sich, und genieffek auch zugleich etwas Mut-termilch. ( de natura pueri.)
H Zur