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Die Philosophie der Alten wiederkommend in der güldenen Zeit : worinnen von den unsichtbaren Anfängen des spiritus rectoris oder bildenden Geists in den Pflanzen ... gehandelt wird / ans Licht gegeben von F. C. Oetinger
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Exrraek aus Helmsnr. 157

§. s. Weilen das vollkommene Wesen allesschaft, so kan schaffen nicht heißen, etwas ausNichts hervorbringen, sondern vielmehr allesaus der unendlichen Kraft, oder aus dem ewi-gen Geist hervor bringen, ohne daß es ein Theildes Geistes wird-

§. 6 Wann das Wort, schaffen, hieße, et-was aus nichts hervorbringen, so erkennetenwir nicht das mindeste, was schaffen wäre:dann von nichts haben wir keinen Begriff,Worte aber sind uns gegeben, von denen Sa-chen Begriffe zu erlangen nnd etwas davon zuerkennen. .

§. 7. Die heil. Schrifft ist der falschen Bs-deutung dieses Works selber zuwider: dannsie lehret, daß schaffen so viel ftye, als ausnicht sichtbaren Dingen sichtbare hervor brin-gen. Hebr. l, v. 2. Wann es heißt: Im An-fang schuff GOtt Himmel und Erden, so wirdangezeigt, daß Himmel und Erden aus Was-ser durch den Geist sey hervorgebracht.. 2.

Z. 8. Also sind alle CreaLuren aus dem Was-ser hergebracht worden, von dem Geist, detauf den Wassern schwebt.

§. 9. Gleichwie alle Ereaturen vom Geistaus den Wassern hervorgebracht worden sind,so ist auch aller ihre Natur, daß sie aus Feuerund Wasser bestehen.

§. 10. Und da die Erde noch leer war, sawar das beste, das GOtt aus dem Abgrundhervorgehen ließ, das Licht.