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Die Philosophie der Alten wiederkommend in der güldenen Zeit : worinnen von den unsichtbaren Anfängen des spiritus rectoris oder bildenden Geists in den Pflanzen ... gehandelt wird / ans Licht gegeben von F. C. Oetinger
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Spiritum reftorem. z i

Nothwendigsten , und Nützlichsten, und Ein-fältigsten will sie sich fühlen und finden lassen,als die nicht ferne ist von einem jeden unter uns,weil wir dieser himmlischen Mutter sehr naheverwandt, und der Seelen nach göttliches Ge-schlechts seyn. Act. 17,29. Iac. i, 17.

Wann wir nach Malpigii, Swammerdammi,Lcewenhcek , Niemveiuycs weise die Werkt

GOttes betrachten; wann wir ein einigesHaar und dessen Kolben, womit er in derHaut stecket, untersuchen, so finden wir durchVergrösserungs- Glaffcr unzahliche Faserhau-te, Blutadern, Pulsadern, Nerven, welcheverschiedene Safte ab-und zurück führen. Manmuß erstaunen, daß auch in dem Kleinsten et-was Unendliches seye, welches so grosse Weis-heit in sich faßt, als die gröste Weltcörper,und wenn« wir weiter gehen, die Kleinigkeitender Geschöpfe also zu besehen in den Würmern,Ungeziefern, Spinnen, Wespen, Bienen,Drucken, Schnecken, Vögeln, Thieren, Blu-men, Krautern, so erschrecken und erstaunenwir vor der Majestät GOttes. Endlich wer-den wir, wieder vortrefiliche Swammerdamund Tschirnhausen, über diesen Betrachtun-gen müde und bekümmert : Warum? Wirverlieren über diesen erstaunlichen Dingen: dasNothwendigste, das Nützlichste, das Leichte-ste , kurz, das Leben und das Heil der Na-tur. Denn in dieser unbegreiflichen Verschie-denheit führet GOtt immer auf die Einfalt zu-rück. Durch ein unverbrüchlich Gesetz der

Ein-