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Die Philosophie der Alten wiederkommend in der güldenen Zeit : worinnen von den unsichtbaren Anfängen des spiritus rectoris oder bildenden Geists in den Pflanzen ... gehandelt wird / ans Licht gegeben von F. C. Oetinger
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§O Anmerkungen.

um der Fittiche willen, sondern die Fitticheum des Fliegens willen, dem Hund ist das Beiffen nicht um der Zahne, sondern die Zah-,> ne um des Beiffens willen, der Katze ist das Kratzen nicht um der Klauen willen, sondern die Klauen um des Kratzens willen, dem Pferd ist das Lausten nicht um der Füsse wil- len, sondern die Füsse um des Lauffcns willen,, anerfthassen. Das Pferd muß sein Bild und Muster innerlich zuerst von der Weisheit ha-ben, und nach diesem Muster siehet man, was die Endursachen der Glieder seyn. Es ist demnach falsch , was etliche, besonders Lu-

crecius sagt : Usus sive operatio non est cau!a,, finalis machinae, sed machina est: causa finalis

operationis. Der Gebrauch der Machine solle demnach nach fiuererio nicht die Enduw fache derselben seyn, sondern die Machineoder der Werkzeug solle die Endursache des Gebrauchs und der Würkung seyn. Aber es ist nicht also, sondern das Werkzeug oder die Machine ist um des Gebrauchs willen."

Lasset 3. Eyer ausbrüten in der Warme,einsvorn Adler, eins von der Endte, eins von derSchlange, so werdet ihr sehen, daß der Adlersich in die Höhe begeben, die Endte ins Waststr, und die Schlange unter die Erde kriechenwill. Die Machine regiert die Neigung nicht,sondern die Neigung regiert die Machine. Einjunges Stierkalb stoßt schon, ehe es Hörnerhat. Die Philosophen wollen weder von der

Causa Exemplari, noch V0N der Finali wissen;

die