über Rajr Naturlehre. 109
Enten und Gänse sind auch mit einem be-ständigen Oelgefäß versorget, nemlich mit zweyDrüßlein an dem Hinterleib : zu dem Ende,daß wann ihre Federn nicht mehr zusammenhangen und Wasser eintasten, so drucken sie denSchnabel fest an die Dmßlein, und streichensodann mit der ausgepreßten Fettigkeit überihre Federn hm, damit sie wieder schlüpferigwerden, und die Faserlein zusammen halten.
Wer sagt es diesem Vogel, wer zeigt ihmden Nutzen?
Fische haben Floßfedern, wie eine evenraillegestaltet, damit sie dieselbe an den Leib nieder-legen oder aufthun können. Sie haben eineLufft-Blase, um vermittelst der Zusammenzie-hung oder Ausdehnung sickncker sich oder un-ter sich zu lassen. Ihre Starcke, damit sie sichdie ungememe Schnelligkeit geben, ligt in demSchwanz.
Vogel, die lange Beine haben, haben gemei-niglich auch lange Halse: ausgenommen dieGans und Schwane, die platfüßig^sind. DerHals ist bey jeden Thieren zu den Füssen accom-modirt, ausgenommen der Elephant, dessenRüssel es aber ersetzt.
Die zerschiedene Stimmen einerley Thieresind noch wunderbahrer. ex, gr. Die Weibleinder Wachteln und anderer Thiere, womit sieihren Männern ruffen. Die Stimme der ge-meinen Henne ist anders wann sie brütet, an-ders wann sie zornig ist und ein Ay geleget hat,anders wann sie in ihrem gewohnten Zustand ist,
anders