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Die Philosophie der Alten wiederkommend in der güldenen Zeit : worinnen von den unsichtbaren Anfängen des spiritus rectoris oder bildenden Geists in den Pflanzen ... gehandelt wird / ans Licht gegeben von F. C. Oetinger
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über bk Natur und ihre Rechte-. 17t

Die Alte haben viel tieffer in das wahreIns gesehen, als die Neue; Sie habenbekannt, uns fehle das, was dieH. Gchrrfft sffenbahrt.

Mero im dritten Buch dc officiis Cap, 17.sagt: wir haben keine solide und ausge-druckte Gestalt von dem wahren Rechtund von der eigentlichen Gerechtigkeit,wir bedienen uns nur der SchattemZügeund gemahlter Bilder.

Ferner im zweyten Buch finibus? wenndas wahre Ehrliche (did-wahre Ehre vonGOTT) von den Menschen gantz un-verstanden wäre, wenn sie t verstummtwären davon zu reden , so wäre es dochum seiner (inneren) Schönheit und (eige-nen) Gestalt willen Hebens-würdig.

Ferner im fünssten Buch de finibus : wennwir die Ehrlichkeit selbs vollkommen undganz, nemlich die einzig vortrefflichste Sa-che unter allen, die am meisten zu prei-sen ist, durchaus sehen möchten, mit wasFreude würden wir erfüllet werden,wir so sehr ergötzt werden über ihrem Schat-ten, den wir in der Qpinion haben.

Und L. Tusc. quaffi, Wir sind von Naturhöchst beflissen und begierig nach der Ehr-lichkeit. Wenn wir davon nur gleichsamein Licht ansichtig werden, so ist nichts, daswir nicht bereit wären zu ertragen und zuleyden, damit wir dessen habhafft werden.

Nun, meine Leser, wir haben die Schrifft, undsuchen nicht was Cicero gewünschet.