j g Von mancherlei wunderbaren
eirckel vnd bewegungen herumb farend/ ob die Sonn inn mitten der welt
ſeye/ vnd die erden herumb lauffe/ ob in vylen circklen vnnd vmbkreißen
Der Cometenf vrſach/ vnnd
wie ſie ent-
ſtandend.
ein mittel punct ſeye/wie voꝛzeiten Calippus vnnd Eudoxus/ demnachAuerꝛois/ vnd neüwlich Hieronymus Sracaſtoꝛius võ Veron vermeinet/oder ob ein andere weiß voꝛhanden/ woͤlche diſe alle übertreffe/ ob auch vnder den Planetiſchen him̃len oder vmbkreißen ein flieſſend vnd ʒergeng-klich leiplich ding vnd weſen ſeye/ laß ich auff diß malen alles anſthen. Esiſt auch nach der lenge von der Milch oder weyßen S. Jacob ſtraß geredtwoꝛden/ deßhalben nicht mehꝛ voꝛhanden/ dann das wir in vnſerem für-nemmen für farend. f
Der Commet entſthet nit in der Elementen lãdtſchafft/dieweil diſe zůallen ʒeiten vnſtandthafftig iſt/ dañ der Commet bleibt lãg/ vnd ſetzt ſichvon wegen der jrꝛdiſchen daͤmpffen haͤrab/ tringt auch nit hinauff/ vondes feüwes wegen. Wann aber das feüwꝛ auß den jrꝛdiſchen dempffen wereangezündet/ muͤßte deren eintweders beſchehen/ darzů wurde er ſich nittdurch die trifache enderung alle zeit bewegen/ ſonder wie ein pfeyl oder an
gezündeter ſtern daher faren. Es iſt aber diſes auch an andern oꝛthen ange
Zeigt/ fürnemlich auß dem/ das ein ſoliches groß ding nit moͤchte on zer-keaas alſo ſchnell vmbgetriben werden. Wann duaber ſpꝛichſt/ es iſtein ſtern der vnbeweglich ſeye. diſes iſt on zweifel die warheit/ dañ ſunſtwurde er nit ſo mancherley geſtalt/ oder alſo ſchnell bewegt werden. Es iſtauch der Comet kein Planet/ dieweil er vil zůſchnell doher faret/ vnd alſoſelten geſehẽ wirt. Man ͤ mag auch diſe nit durch ein ſympathia oder gleichfoͤꝛmigkeit/ von den Planeten nem̃en/ wie ettliche vermeint habend/ dañdiſe moͤchtend nitt beſthan/ wann ſie alſo ſchnell bewegt wurdend. Es iſtauch deren lauff vnd bewegung den Planeten nit gleich/ weil diſe zů mehꝛmalen faſt von dem Polo biß zů dem Aequinoctial gezogen werden. Deß-halben habend diſe on ʒweifel kein beſondere ſubſtantz noch weſen/ ſonderenſtond an dem himmel/ dar ʒů nit an einem allein/ ſonder an einem yedẽ/wie auch S. Jacob ſtraß. es iſt auch der himmeliſchen natur nit zůwiderdas die liechter einẽ widerſchein gebend/ dañ die matery des him̃els nimbtdas liecht gern an/ es erſcheint auch ein jedes liecht von wegen der weite inrotunder geſtalt. Er wirt aber gar ſchnell gemehꝛet/ wie auch das feüwꝛ vñalles anders ſo do leüchtet. Alſo beſchicht auch mit dem Regenbogen vnndden Růten/ weil aber diſe in der zerſtoͤꝛlichen matery der wolcken beſtond/ſo hoͤꝛend ſie ehe auff dan ſie werdend. bDarumb verſamblet ſich diſes liecht des Cometẽ an einem ohꝛt des him-mels/ vnd wirt gemehꝛet/ vnd erſcheinet rotũder geſtalt. Er überkomptaber auch einen ſchwantz wañ der Sonnen glãtz dardurch ſcheinet/ wie wirdañ ſollichs auch durch die erfarung der wercken vermerckend/ wann eingroß liecht durch einand ſcheint/ das nit ſo hell iſt/ dañ ein Comet hart nitſo ein heiter liecht/ das die helle Soñ on verhinderung dardurch ſcheinenmoͤchte/ er hatt auch nit ſo ein dicke matery/ das er ſolliches liecht wið laſſe
von jm einen widerſchein geben. das letſt gehoͤꝛt dem Mon/ dz erſt den ſter
nen zů/ dañ der Comet hat ein mittelmaͤſſige natur/ weil er ein verſamblũgdes feüwꝛs iſt an einem ohꝛt des himmels.Alſo haſtu nun die vꝛſach des liechts am Cometen/ auch wie ſoͤlliches zů-nemme/ vñ rotund oder kugelechtig ſeye/ darzů warum̃ diſer einẽ eh 5 habe-