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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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IV
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0 Von mancherley wunderbaren

diſe entſthãd von dem liecht/ vnd habend jr vꝛſach/ gelegenheit/ bewegũg -

vnd groͤße des ſcheins von dem geſtirn/ wann nun ſolliches alles an gef an-

gen/ můß es auch dem end kommen. Die werden aber vil offter dannman ſte ſicht/ vnd das gegen der nacht/ dann die menſchen ſo diſer dingen

acht habend/ die wachend ʒů der ſelbigen zeit/ nacht aber ſchlaffend ſie

an dem tag kan man ſie ſelten ſehen. mitternacht ſeind ſie gar ſcheinbar-weil auch diſe etwan klein ſeind/ als vns beduncket/ meinend ihꝛen vil es

ſeye ein naͤbel/ ettlich aber ſaͤhend die gar nitt. Man ſicht auch diſe nit al-wegen wann ſie entſtondt/ ſonder allein wann der lufft heyter iſt/ deßhalben ſicht man die mher im Som̃er dann im Winter.

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Darumb wann man den Cometen ſihet/ můß ein haͤller heiterer lufft

ſein/ vnnd deßhalben auch auß notwendigkeit volgen/ was einem hey-teren lufft gehoꝛt. 5

por Comet Alſo ſeind dem erſten wind/ dann das waſſer wirt bewegt/ dieweil es

bodeüung. leichter iſt dann die erden/ vnd die erden bleibt ſtill/ weil ſie ſchwerer iſt.· Eswirt auch der lufft mehꝛ bewegt dann das waſſer/ dann er iſt leichter weder

das waſſer/ dar auch der leichter vnnd reiner theil des luffts/ auch in al-

lem dem das auß dem lufft beſtath. öDannenhar volget der ſchwachen leüten todt/ die ſich nit ůbend/ die innſchweren ſoꝛgen ſtond/ die ſich ſchleckerhafftigen ſpeyſen gebꝛauchẽ/ die vilder liebe pflaͤgend/ die bald kranck werdend/ dem alter nahend/ vnndwenig ſchlaffnnd 5Weil nun vil Fürſten der maßen geahꝛtet ſeind/ begibt ſich der mehꝛentheil/ das einer auß diſen ſtirbt/ woͤlcher am nechſten darzů geahꝛtet iſt.

Es volget auch mehꝛentheils ein dürꝛe haͤrnach die weil der dünn vnndhaͤlllufft/ die dempff/ auß woͤlchen der raͤgen wirt/ nitt behaltet/ es droͤck-nend auch die wind faſt deß halben waß kein raͤgen iſt/ kommet auch etwamein vnfruchtbares jar/ vmb der vꝛſach willen volget ein ſterbend/ voꝛaußwann ein theürung wirt inn einem land ſo voꝛ hin gar erſlospff et iſt. daunſo die fürſten ſterbend/ oder ein hauffen volcks/ hatt man deß erſten achtvon wegen deren adel/ deß anderen von wegen der vile/ vnnd nennend esein Peſtelentz. An wenigen aber hat man es nit acht/ ob wol von wegen er-zelleter vrſachen von noͤten/ in eines yeden Cometen wachſung/ vil deren-

leüten/ ſo voꝛ gemeldet/ ſterben. Dannenhar kommet auch das auffrůrvnnd krieg entſtath/ wann ſich die feüchtigkeiten in Gallen verenderet/von wegen des dünnen luffts/ dann was faſt dünn iſt/ das iſt auch trocken.

zeiten kommend auch treffenliche raͤgen/ dann auß haͤlle des lufftsentſthãd auff der erden vil dempff/ woͤlche miteinander nachuolgendertagen/ wann der lufft wider dick wirt/ hinauff gezogen werdend/ vnd ent-

ſthãd groß ſchleg regen/ dann hoͤꝛet auch die gfardes Cometen auff/ die

weil die anzeigend/ daß der lufft wider ſeiner rechten natur kommen iſt.Es kommend auch die raͤgen wann der Comet auß dem liecht Venerisentſtath. Doch moͤchte yemands fragen/ wannenhaͤr die ſeltzame bedeütũgentſtande! Die entſtath auß den dꝛeyen nateürlichen bewegũgen/ ſo ſie vermiſchet werden/ dann weil diſe ſchnell ſeind/ laßt es ſich anſehen/ als wennein vnoꝛdenliche bewegung voꝛhanden waͤre. Man mag aber faſt leicht-lich mercken/ ob der Comet in ð Elementen gegne oder an dem him̃el ent-ſtande/ dann wann der ein groͤſſert enderung hatt dann der Mon/ ſo iſt

5 N von noͤten

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