vi Von mancherlei wunderbaren
habend allein/ daß ſie minder gebaͤrend/ was nit faſt feücht/ das es minder
moͤge volbꝛacht werden. deßhalben ſeind das dürꝛ vnd das kalt pꝛiuatio-
nes des weſens/ vñ nit qualitates. Darumb was maͤſſigklichen beyde qualitates hatt/ die habend auch ein ſympathia vnd gleichfoͤꝛmigkeit in ihnen.als do ſeind die ding/ ſo an geſtalt vnd alter einanderen gleich ſeind/ dem-nach allein an geſtalt/ oder auch der geſtalt nach/ als ein menſch mit einemhund oder roß. dañ der menſch wirt durch des roß athem erhalten voꝛ derpeſtilentz/ es wirt auch von einem hündlin/ wañ man den vff den magen
legt/ die toͤnwung gefürderr..
Die dꝛitt ſympathia vnd gleichfoͤꝛmigkeit kommet von gleiche der ſub-
ſtantz vnd weſens haͤr/ alſo erbarmet ſich ein menſch über den kranckẽ men
ſchen/ es wirt auch das lebẽ eines kinds/ von dem leben eines ſtarckẽ mañs
geendert. Es werden auch des einen geſchwer allein durch des andern athẽ
geheylet/ als etwan ſonſt geſagt woꝛden. Diſes iſt aber vyl heiterer in der
anthipathia vnd widerwertigkeyt deßhalben ſo man von deren ein exem-el nimmer/ kan niemand mehꝛ zweifflen.
4 Die vierdte gleichfoͤꝛmigkeit iſt deren/ ſo von einer vꝛſach har kommen/alſo beſchicht das iheen vyl ſich nach einem richtẽ(das ſag ich allein der Co-meten halben) vnnd thꝛen woꝛten in allem glaubend/ ob ſie ihn wol nit er-kennend. Alſo bekümmeret ſich ein bꝛůder vonn wegen des abweſendenbꝛůders vnfal/ darumb das ſie von gleichen eltern erboꝛen ſeind. dann waswir vermeynend durch die weite vnderſcheyden ʒůſein/ ſeind inn der ſub-ſtantz eines/ vnnd betreügt vnns inn dem der ſinn. alſo das anch ihꝛen vylvon mir gewarnet/ ſolliche einigkeit/ ſo an vnderſcheidlichen ohꝛten/ vndvoꝛauß ſo weit von einanderen gelaͤgen/ nit verſthon mochtend/ dañ durchdie exempel! Dergleichen iſt auch zwiſchen der ſeügammen kind/ vnd dasſo ſie allein ſeüget. 5
Die fünffte iſt/ ʒzwiſchen dem gebietenden vnd dem dienenden/ als demhertzen vnd den anderen glideren/ zwiſchen der Soñen vnnd dem anderengeſtirn. dañ es laßt ſich anſehen/ als wañ eines mit dem andern mittleidenhette/ dañ ſie nemmend den groͤſten theyl jrer krefften von dem.
s Die ſechßte iſt zwiſchẽ der ſpeiß vnd narung/ vnd dem das erneret wirt.darumb zeücht ein jedes gewaͤchs an ſich/ was ihm wol dienet/ alſo daß diefoodder bonen die erden ſeübern von der bitterkeyt. vnd ſolliche einhaͤllig-
keit wirt am mehꝛſten geſpürt an den thieren. i
Die ſtebẽd iſt die werme eines yeden/ gegen dem durch woͤlches ſte erhal-ten wirt. alſo ſaͤhend wir daß das feüwꝛ/ ob es wol nit laͤbt/ ſich neyget wiedie lebendigen gegen dem theyl/ da die narung iſt/ vnnd ſtrecket ſich wun-derbar zů deren auß.
8 Die achteſt iſt von wegen gemeyner einigkeit/ durch woͤlche die wermemitt der feüchte vereinbaret/ die leichte vnd trockne an ſich ʒzeücht. Alſo ziehend der agſtein/ der adamant/ vnnd der merhentheil alle edle geſtein/ diehaar vnnd ſpꝛeiſſen ann ſich/ wann man ſie auff einem tůch reibet/ diſe al-le ſind einandern gar gleichfoͤrmig/ dann wie inn dem mentſchlichen coͤꝛpe:alles mitt einandern ſtimpt/ vnnd das auß mancherley vrſachen/ alſo be-ſchicht auch in der Welt. Die ſeel vergleicht ſich dem him̃el/ das hertz demliecht vnnd glaſt/ wie der himmel alles enderet/ alſo thůt die ſeel dem leib/vnnd wie der leib beküm̃ert iſt wañ das hertz leidet/ alſo beſchicht der 1
5 ö. mit der
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