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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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VI
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vi Von mancherlei wunderbaren

habend allein/ daß ſie minder gebaͤrend/ was nit faſt feücht/ das es minder

moͤge volbꝛacht werden. deßhalben ſeind das dürꝛ vnd das kalt pꝛiuatio-

nes des weſens/ nit qualitates. Darumb was maͤſſigklichen beyde qualitates hatt/ die habend auch ein ſympathia vnd gleichfoͤꝛmigkeit in ihnen.als do ſeind die ding/ ſo an geſtalt vnd alter einanderen gleich ſeind/ dem-nach allein an geſtalt/ oder auch der geſtalt nach/ als ein menſch mit einemhund oder roß. dañ der menſch wirt durch des roß athem erhalten voꝛ derpeſtilentz/ es wirt auch von einem hündlin/ wañ man den vff den magen

legt/ die toͤnwung gefürderr..

Die dꝛitt ſympathia vnd gleichfoͤꝛmigkeit kommet von gleiche der ſub-

ſtantz vnd weſens haͤr/ alſo erbarmet ſich ein menſch über den kranckẽ men

ſchen/ es wirt auch das lebẽ eines kinds/ von dem leben eines ſtarckẽ mañs

geendert. Es werden auch des einen geſchwer allein durch des andern athẽ

geheylet/ als etwan ſonſt geſagt woꝛden. Diſes iſt aber vyl heiterer in der

anthipathia vnd widerwertigkeyt deßhalben ſo man von deren ein exem-el nimmer/ kan niemand mehꝛ zweifflen.

4 Die vierdte gleichfoͤꝛmigkeit iſt deren/ ſo von einer vꝛſach har kommen/alſo beſchicht das iheen vyl ſich nach einem richtẽ(das ſag ich allein der Co-meten halben) vnnd thꝛen woꝛten in allem glaubend/ ob ſie ihn wol nit er-kennend. Alſo bekümmeret ſich ein bꝛůder vonn wegen des abweſendenbꝛůders vnfal/ darumb das ſie von gleichen eltern erboꝛen ſeind. dann waswir vermeynend durch die weite vnderſcheyden ʒůſein/ ſeind inn der ſub-ſtantz eines/ vnnd betreügt vnns inn dem der ſinn. alſo das anch ihꝛen vylvon mir gewarnet/ ſolliche einigkeit/ ſo an vnderſcheidlichen ohꝛten/ vndvoꝛauß ſo weit von einanderen gelaͤgen/ nit verſthon mochtend/ dañ durchdie exempel! Dergleichen iſt auch zwiſchen der ſeügammen kind/ vnd dasſo ſie allein ſeüget. 5

Die fünffte iſt/ ʒzwiſchen dem gebietenden vnd dem dienenden/ als demhertzen vnd den anderen glideren/ zwiſchen der Soñen vnnd dem anderengeſtirn. dañ es laßt ſich anſehen/ als wañ eines mit dem andern mittleidenhette/ dañ ſie nemmend den groͤſten theyl jrer krefften von dem.

s Die ſechßte iſt zwiſchẽ der ſpeiß vnd narung/ vnd dem das erneret wirt.darumb zeücht ein jedes gewaͤchs an ſich/ was ihm wol dienet/ alſo daß diefoodder bonen die erden ſeübern von der bitterkeyt. vnd ſolliche einhaͤllig-

keit wirt am mehꝛſten geſpürt an den thieren. i

Die ſtebẽd iſt die werme eines yeden/ gegen dem durch woͤlches ſte erhal-ten wirt. alſo ſaͤhend wir daß das feüwꝛ/ ob es wol nit laͤbt/ ſich neyget wiedie lebendigen gegen dem theyl/ da die narung iſt/ vnnd ſtrecket ſich wun-derbar deren auß.

8 Die achteſt iſt von wegen gemeyner einigkeit/ durch woͤlche die wermemitt der feüchte vereinbaret/ die leichte vnd trockne an ſich ʒzeücht. Alſo ziehend der agſtein/ der adamant/ vnnd der merhentheil alle edle geſtein/ diehaar vnnd ſpꝛeiſſen ann ſich/ wann man ſie auff einem tůch reibet/ diſe al-le ſind einandern gar gleichfoͤrmig/ dann wie inn dem mentſchlichen coͤꝛpe:alles mitt einandern ſtimpt/ vnnd das auß mancherley vrſachen/ alſo be-ſchicht auch in der Welt. Die ſeel vergleicht ſich dem him̃el/ das hertz demliecht vnnd glaſt/ wie der himmel alles enderet/ alſo thůt die ſeel dem leib/vnnd wie der leib beküm̃ert iſt wañ das hertz leidet/ alſo beſchicht der 1

5 ö. mit der

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