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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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Seite
XII
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rij Von mancherlei wunderbaren

eirckel anrichtete/ ſolliches zeigend auch an die holechte lädtſchafften/ alsdo iſt Sicilien/ woͤlliche ſtaͤtige wind haben.Wann nur diſe von den daͤmpffen entſthand/ ſo muͤſſen ſie den war-men vnnd trocknen ſein/ dann von den kalten vnnd feüchten kom̃end onzweyffel die raͤgen har. Deßhalben vermeinet Ariſtoteles wañ ſich diſe warme vnnd trockne daͤmpff inn die hoͤhſte ſtatt des luffts hinauff thůnd(welche/ als voꝛge meldet/ ſo vil reiner vnnd kaͤlter iſt/ ſo vil ſie auch hoͤher) ſotringen ſie mitt gewalt wider hinab/ vnnd entſtande alſo der wind/ woͤlli-cher( wie inn dem waſſer zům erſtenn rünßlin/ darnoch baͤch/ auff das dieflüß werdend) ann dem anfang klein ſeye/ vnnd alſo nach vnnd nach yeienger ye groͤſſer werde/ wo der aber nitt von andern gemehꝛet/ iſt er ſo vilſtercker /ſo vil er dem anfang naͤher iſt/ es ſtath aber der gantz wind an deß

groͤſſern theils gewalt. 5Der wind waͤyet auch zům gegentheil/ deſſen/ dañenhar er getribẽ wirt

wie auch die waͤllen thůnd. alſo waͤyet er etwann ʒů ring harumb wann er

vonn der erden dem gewülck tringet/ vnd harwiderumb auch von demgewülck/ grad wie auch die rotunden linien ſo auff vil graden geſtellet ſind.Auerrois ſpꝛicht es zeigend ſolliches die wolcken an ſo ſie bewegt ſeind/ woͤl-liche/ ſo ſie gleich weit vonn der erdenn ſeind als inn einem circkel dahar-rend. 8 55

f Diſe bewegung beſchicht nitt von dem natürlichen lauff des luffts/ vnddas von waͤgen viler vrſachen⸗ fürnemlichen aber daß die wind auff tau-ſendt waͤg dahar farend⸗ aber der natürlich lauff deß lufftes iſt allwaͤgennvon dem Auffgang in Nidergang/ als man in hohen feüwꝛẽ ſicht ſo ſchnellangond. 8

Deßhalben entſtath der wind von der Sonnen/ woͤlliche die daͤmpff vffzeücht/ es wirt auch von deren traͤffenliche hitz der wind geendet/ woͤllichedie daͤmpff verzoͤꝛt/ darumb ſeind auch inn den wermeſten vnnd kelteſtenlanden minder vnnd auch kleinere wind/ dann inn den mittelmaͤſſtgen. Diſes ſo nur geſagt/ iſt ʒům theil waar zům cheil aber nitt gar/ dann das nitt

alle wind vonn den warmen vnnd hitzigen daͤmpffen entſtand/ wie dann

voꝛ gemeldet/ zeiget dem erſten an/ daß die zům mehꝛentheil groß vmbdas meer ſeind/ es iſt auch nit wol gleüblich daß diſe über das groß meer farend/ domitt ſie inn Engelland kommend/ fürnemlichen daß ſie inn demüberfaren/ bey denn Polis etwas geſchwaͤchet werdend/ ſie feüchtend auchvnnd keltend überauß faſt/ mehꝛ dann die warmen wermen/ vund auch

troͤcknẽd/ ſonſt můßtend alle wind wie der Auſter ſein/ ſo von Mittag han

kommet/ ja die/ ſo einen glatten kißling oder marmelſtein haben/ die erkernen leichtlichen der winden natur/ dann etliche/ ja der mehꝛentheil ſeind alſo kalt vnnd feücht/ das/ wann ſie waͤyend/ ſie die ſtein feücht machen/waſſertropffen darauff ligen/ darzů ſind vil wind/ die den lufft reinigenwann ſie aber von den daͤmpffen entſtuͤnden/ wurden ſie den lufft erfüllenvnnd verduncklen. Daß aber der Wind dꝛoͤcknet/ das geſchicht nach gemeiner oꝛdnung/ dann er wirt ſchnaͤlliglichen bewegt/ deßhalben wirt auchvil ding von dem waſſer getrocknet/ das mitt ſchnaͤllem lauff dahar fallet-ob wol das waſſer von waͤgen ſeiner dicke anhanget vnd feüchtet Es mag

aber der Wind/ von wegẽ ſeiner ſubteile nitt anhangẽ/ er faret auch ſchnel-

ler vnnd dapfferer dohar dann das waſſer. ee e. Darzů