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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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XLIX
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groͤſſeren weyre/ alſo auch vn

ſachen/ Das erſt buͤch. xlix 5

Damit ich aber wider auff mein fürnemmen kom̃e/ ſeind noch dꝛey ſtucküberig/ die man billich wiſſen ſoll. ům erſtẽ/ warumb das waſſer ſo beſeitzauch auß den ſpaͤlten der ſtillſtanden pfützen lauffet/ eben ſo vngeſtům alsdurch das getaͤfel. Jům anderen/ wie das waſſer ſo auß einem nideren kaͤ-nel laufft/ aber doch vnuerhindert reichlichen hinauß flieſſen mag/ wannes nit ein anders ſo hernach volget mit jm ʒeücht. Jům dꝛitten/ daß das al-

ler ſchwaͤreſt iſt/ ob das hoͤher waſſer langſamer lauffe/dann es laßt ſich anſehen/ als ob all

egroſſe waſſer etwas milter lauffen.

Das erſt iſt gůt ʒů ero ffnen/ dieweil das obereſt waſſer bey den ſeiten tru

cket/ vnd deßhalben auch on allen andere lauff treibt/ vnd dz waſſer flieſ-ſen machet. Deßhalbẽ laufft das waſſer ſchnell durch die enge loͤcher/ nachder pꝛopoꝛtz des dꝛuckenden waſſers/ gegen dem ſo getrucket wirt hie ent-

ath aber ein frag auß diſer frag. dann es nit glaͤublich/ das es von de gan-gon waſſer getruckt werde/ dañ es wirt die pꝛopoꝛtz der bewegung nit behal140 del auß einem kleinẽ vnnd vollen weinfaß/ der wein ſo ſchnell herauß

aufft/ dz ſollichs auch nach der pꝛopoꝛtz des großen gantzen waſſers beſche

he/ der trib muͤſte vil groͤſſer ſein/ vnd faſt vnglaͤublich. wañ aber der truck

nit von dem gantzen waſſer beſchicht/ bleibt die frag anſthan.

Deß halben ſagen wir/ es werde alles waſſer getrucket/ vnd wie es getru-

wirt/ alſo truck es auch/ doch nit ſo faſt. dañ weil die theil getrucket wer

en/ ſo trucken ſy auch. deßhalb wirt das theil ſo auß lauffet von alle waſſer

getruckdt/ aber von dem auſſerſten vyl minder. aber von dem naͤchſtẽ gar

faſt/ vnd nit gleich weit von denen/ ſo gleich weit daruon ſt eind/ aber garſt ſo geſtracks iſt von dem ſo ablauffet/ biß dem poꝛt ſo gegẽ über lige-

vnd gar wenig von dem dz an den ſeiten/ vnd nach des fluß oder bachs len-

ge ligt/ vnd auch von de 8 1

don dem aber ſo an einem hoͤherẽ oꝛth iſt/ noch mehꝛ. Von dem auch ſo von

dem oberen dꝛth/ auch anderer geſtalt/ dann von dem naheren vyl mehꝛ-von dem weiteren aber minder.

45 Iches auch durch einen vnuerhinderten kaͤnel laufft/ wañ es demndern

vmbgeben vnd eingeſchloſſen wirt/ hatt ein bewegung/ als ein vꝛ-ſach des an

S anſtoß/ vnd zeücht das hernach volget. deßhalben auch nit ſo faſt/als wañ es durch ein roͤꝛẽ oder teüchel geleitet wurde. vnd nit ſo wenig/ als

mann es nider/ vnnd etwas dünner were, deßhalben iſt die vꝛſach der hoͤhe

m nit geleich/ ſond von dem ſo voꝛ gath gar nichr

nit inn allem waar/ als wann man es durch die teüchel leitet/ auch nitt gar 1falſch/als in dem teůchel ſo nider iſt/ vnnd kein rechte hoͤhe hatt/ die man der.

J außbꝛechen. Aber es zeücht mittelmaͤſſig vnd vngleich/ wie geſagt iſt/wann die inneren theyl mehꝛ ziehend/ die auſſere aber gar wenig oder garnicht/ als die zůobereſt ſeind. Man můß aber allwegẽ die nateürliche regelbehalten/ das ſich die nateürliche ding allgemach einem dem andern

de y gen. das auch alle ding ſo einandern von natur aͤnlich/ auch auß willeneßhalben findet man auch ſelten ettwas vnder jhnen gantz

anlich ſeind. d

auter. Alſo erfindet ſich auch hie der dꝛitten frag außlegung. Dann daswaſſer als bey der einigen neygung/ laufft ettwas langſammer inn einerder gleicher neygung vnd groſſer tieffe/ dannereſt ein neygung. obereſt aber weil et fleüſ-er geleich. deßhalben nach dem trib der mitleſten

We voꝛgeſagt/ hatt es nidgar keine. das gantz ab8 ung/ wirt das gantz

2 ſie ſeind-

waſſer bewegt/ alſo auch alle flüs. dann ye tieffer