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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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LXXX
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lexx Von mancherlei wunderbaren

ter feißte/ aber faſt wenig. Wann ſie durchſichtig ſeind/ iſt auch ein dünntdarbey/ wo nit ein dicke. Die metall aber gar vyl/ darũb ferben ſie die hẽd/ſie ſeind auch nit durchſichtig/ laſſen ſich ziehen werden weich. die ſteinaber ſeind durchſichtig/ dañ ſie habẽ ein düñe feißte feüchtigkeit/ aber we-nig/ vnd ferben nit/ laſſen ſich auch nit ʒiehẽ/ vnd werden nit weich. Weilnun diſe ding all miteinanderen überein kofñen/ ſo iſt ſolliche vꝛſach war.

Man ʒweyfflet aber hieran noch vyl mehꝛ/ warumb die ding ſo zůſam̃enwachſend ſichtbar ſeyen/ als das glaß/wañ ſie aber weich ſeind/ dũckel wer-den. Soͤlliche frag moͤgend wir nit wol auff loͤſen/ wir ʒeigẽ dañ voꝛhin an-warumb dz glaß von der kalte durchſichtig/ vnd ð harn trůͤb vnd dunckelwerde: vnd hargegẽ/ warũb der harn auß werme durchſichtig/ vnd dz glaßfinſter werde!: Wir haben aber etwan vormalen angezeigt/ das die ding ſoeücht vnd feißt ſeind/ der kaͤlte dunckel werdẽ/ als das oͤl vnd der harniſt/ da die feißte wirt einer dicke. Woͤlche aber ein dünnere feüchtigkeithaben/ als dz glaß/ die werden vyl lauterer wañ ſie gefrierẽ. dan von wegenrer feißte gibt das liecht einen groͤßerẽ widſchein/ ſcheinet alſo weiſſer.Doch ſeind ſie in der warheit nit mehꝛ durchſe cheinende/ ſonder man meintalſo. Hie ʒů dienet auch/ daß dz glas /weil es nit on dz feüwꝛ zügig iſt/ vndzůobereſt dz lautereſt theil verbꝛeñet/ der rauch vom feüwꝛ von auſſenher darzů kom̃et/ etwas dunckler wirt. woͤlche beid/ wañ es von der kaͤlte gefreürt/ daruon farend/ vnd etwas heiterer machend. Du ſagſt aber die traͤhen vnd hartz der baͤumen ſeind durchſichtig/ vnd laſſend ſich ziehen. Vnddie feißten ding als der agſtein/ ſo mechtig bꝛennet/ iſt durchſichtbar/ wañaber der agſtein nit zergeth/ laßt er ſich voneinand ſtrecken. deßhalben wirtkein hartz ð baͤumẽ faſt hert/ dañ es iſt ein ſubteile feüchtigkeit/ ob ſie wolfeißt iſt. es mag aber nit faſt hert werden/ dañ es iſt feißt/ wie dz metal/ ſonder minder/ daß es hatt ein ſubteilere vnd feißtere feüchtigkeit. deßhalbenbꝛennet alles hartz/ vnd haben vyl oͤls in jnen. Es bꝛeñet aber kein metall/wiewol es weich wirt. Darũb was dünn iſt vnd nit feißt/ als die feüchte derſteinen/ dz wirt hert vnd laßt ſich nit ziehen. vnd iſt auch durchſichtig/ wañes von der erden geleü teret iſt wo aber nit/ ſo iſt es finſter. aber feiſßtiſt/ vnd ſubtyl/ auch ſich wol ziehen laßt/ vnd bald weich wirt/ das mag nitfaſt hert werden/ es iſt auch durchſichtig wañ es rein iſt. Was aber fuſt vonjm ſelbs ʒůſaſen gefreürt/ auch feißt dick/ das iſt hert. doch laßt eo ſichnit voneinanden ʒiehen/ als dz ſubtyl. Solliches wil ich bero⸗ en/ vnd von

den offenbare an fahen/ dañ man weißt/ dz das eyß/ ſo von dem waſſer auß

großer kaͤlte entſtath/ vnd durch ein ringe werme wið zergath/ durchſicht-bar iſt. man mag es nit ziehen/ es iſt auch nit beſtendig/ weil es von einer jeden werme zergeth. Das waſſer aber iſt ein lautere felichtigkeit/ we feißt

noch dick. dañ dz es ein lautere feißteſe eye/ iſt offenbar/ weil es ſo wol durch

ſichtig iſt. es iſt auch nit feißt/ dañ es iſt nit zaͤch/ vnd bꝛennet nit. dann diemetall ſeind ʒach /ſte bꝛennend aber nit/ ob ſie wol feißt ſeind/ dann ſie ha-bend vyl jrꝛdiſch in jnẽ vermiſchet. die dicke aber des waſſers iſt feücht/ danſie wirt allein auß groſſer kaͤlte eyß. es werden aber nit allein die ding/ ſovonn kaͤlte gefrierend/ durch die werme auffgeloͤſet/ wie Ariſtoteles ſagt-ſonder woͤlche von großer kaͤlte gefrieren/ die werden durch ein kleine wer-me auffgeloͤſet/ wie auch die ding ſo durch ein kletne kalte gefrierend/ einergroßen werme bedoͤꝛffend/ das ſie weich werden Wañ nun das edel Dach iö durch